Alle Steinobstarten verzeichneten Hortgro zufolge Zuwächse, besonders stark jedoch Kirschen, deren Exportmenge um 111 % auf 487.871 Kartons stieg, sowie Pfirsiche, die um 41 % auf 2,7 Mio Kartons zulegten.
„In der Norddeutschen Tiefebene haben die meisten Heidelbeeren ideale Anbauvoraussetzungen, denn sie wachsen auf Heide- oder Moorstandorten, ihren natürlichen Standorten“, sagt Felix Koschnick, bei der LWK Leiter der Versuchsstation für Beerenobst in Langförden (Stadt Vechta).
Im Fokus standen dabei die Modernisierung der Produktionsabläufe, eine gleichbleibende Produktqualität und die Einhaltung hoher Hygienestandards. Seit mehr als 20 Jahren beliefert das Unternehmen Restaurants, Kantinen, Imbisse, Caterer und Großküchen mit verarbeiteten Obst- und Gemüseprodukten.
In diesem Jahr wurden wenige Frostschäden gemeldet. Die gab es geringfügig nur bei Sauerkirschen. Jedoch führte der kalte Frühling zu einer verspäteten Blüte. Trockenheit und Starenfraß sind weitere Faktoren, die sich noch negativ auf die Ernte auswirken können.
Vier Länder wagten sich an Prognosen, wobei Portugal den optimistischen Blick auf die Saison hatte und mit einem Produktionsanstieg auf 130.500 t rechnet, rund 13 % über dem Vorjahr mit 115.990 t.
Damit wird die Kirschenernte voraussichtlich um 8,5 % höher ausfallen als im ertragreichen Vorjahr (47.100 t) sowie um 13,5 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 (45.200 t) liegen.
Trotz eines verspäteten Saisonstarts und anhaltend hoher Produktionskosten zeigen sich die Betriebe mit den Erträgen zufrieden. Besonders erfreulich: Die Qualität des heimischen Spargels war durchgängig sehr hoch.
Die ersten knackigen, reifen Süßkirschen sind jetzt in Hofläden und an Verkaufsständen zu finden. Bis größere Mengen regionaler Ware in Supermärkten zur Verfügung stehen, dauert es noch bis Mitte Juni.