Damit wird die Kirschenernte voraussichtlich um 8,5 % höher ausfallen als im ertragreichen Vorjahr (47.100 t) sowie um 13,5 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 (45.200 t) liegen. Die bundesweite Süßkirschenernte wird 2026 nach ersten Schätzungen mit rund 40.300 t voraussichtlich 20,5 % über dem Durchschnitt der vergangen zehn Jahre liegen. Im Vergleich zur überdurchschnittlich guten Süßkirschenernte des Vorjahres erwarten die Baumobstbetriebe 2026 eine noch höhere Erntemenge (+8,2 %). Bezogen auf die Anbaufläche von rund 5.600 ha ergibt sich ein erwarteter Durchschnittsertrag von rund 7,1 t je Hektar. Damit wird das durchschnittliche Ertragsniveau der letzten zehn Jahre von 5,8 t je Hektar um rund 23,9 % übertroffen.
In Baden-Württemberg, dem bedeutendsten Bundesland für den Süßkirschenanbau, werden dieses Jahr auf einer Anbaufläche von 2.600 ha voraussichtlich 19.200 t Süßkirschen (+9,2 % zum Vorjahr) geerntet. Die Obstbaubetriebe in Niedersachsen erwarten auf einer Anbaufläche von 500 ha eine Süßkirschenernte von voraussichtlich 5.100 t (+2,0 % zum Vorjahr). In Rheinland-Pfalz wird auf einer Anbaufläche von 660 ha eine Süßkirschenernte von rund 3.800 t (+2,4 % zum Vorjahr) erwartet.
Erträge gleichen Flächenverluste teilweise aus
Nach ersten Schätzungen beläuft sich die bundesweite Sauerkirschenernte im Jahr 2026 auf rund 10.800 t bei einer Anbaufläche von etwa 1.500 ha. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 9,6 %. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangen zehn Jahre fällt die diesjährige Sauerkirschenernte voraussichtlich um 6,8 % geringer aus. Dieser Rückgang hängt damit zusammen, dass die Anbaufläche für Sauerkirschen seit 2016 um rund 25,2 % gesunken ist. Ungeachtet dieser Flächenentwicklung fällt die diesjährige Ertragsleistung voraussichtlich überdurchschnittlich gut aus: Mit einer Ertragserwartung von 7,1 t je Hektar wird der Durschnitt der vergangen zehn Jahre von 6,5 t je Hektar um rund 9,8 % übertroffen.
Das bedeutendste Bundesland für den Anbau von Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit einer erwarteten Erntemenge von 3.100 t (+17,8 % zum Vorjahr) auf einer Anbaufläche von rund 450 ha. Es folgen Baden-Württemberg mit 2.700 t (+52,7 % zum Vorjahr) auf rund 240 ha Anbaufläche sowie Thüringen mit 1.600 t (-14,9 % zum Vorjahr) auf etwa 160 ha.