Heute im Fruchthandel

Ein bekannter Vogel, ein Herz für Wellness und ein digitaler Helfer: Mit drei sehr unterschiedlichen Projekten will Jingold in der Saison 2026/27 näher an die Konsumentinnen und Konsumenten rücken. Was dahintersteckt, zeigte der Kiwispezialist in Madrid.
Beim 'Parlamentarischen Abend' forderten BVEO und DRV bessere Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und verlässliche Pflanzenschutzlösungen. Bundesminister Alois Rainer sicherte dem Obst- und Gemüsebau weitere Unterstützung und den fortgesetzten Dialog zu.
Das Einlegen der Früchte in die Einlagen ist in vielen Packhäusern noch Handarbeit, und genau dafür fehlen die Leute. Der Südtiroler Verpackungsspezialist Frutmac hat eine Linie entwickelt, in der Kameras, KI und Roboterarme diesen Arbeitsschritt übernehmen.
In Spanien essen 36,1 % der Bevölkerung täglich Gemüse, Frauen und ältere Menschen häufiger als jüngere Männer. Eine Initiative wirbt mit Brokkoli und Artischocken für einen höheren Gemüseverzehr und gesündere Ernährungsgewohnheiten.
Das EU-Handelsdefizit bei Obst, Gemüse und Nüssen gegenüber den USA stieg binnen fünf Jahren um 63 % auf 3,126 Mrd. Euro. Ursache sind vor allem steigende Importe, während die EU-Exporte mengenmäßig zurückgingen.

Themenspecial

Kernobst: Äpfel & Birnen im Fokus

Ob aktuelle Entwicklungen im Apfelkonsum oder bahnbrechende Forschungsergebnisse bei Birnen: Wir liefern Ihnen Fakten und Trends für die Saison 2026/27. Denn wer im Kernobst-Geschäft die Übersicht behalten will, braucht verlässliche Zahlen und Einordnung. 

In diesem Themenspecial bündeln wir aktuelle News rund um alles, was die Kategorien Apfel und Birne betrifft. Wir berichten über die Ernteergebnisse als Rückblick auf die Prognosfruit genauso wie über Handelsströme, Marketingideen und Konsumtrends. Auch technologische Entwicklungen, wie sie auf der Interpoma in Bozen diskutiert werden, sollen auf dieser Sonderseite nicht fehlen. 

Grüne Birnen und rotwangige Äpfel
© Fruchthandel Magazin
Steigende Tomatenimporte aus Spanien erhöhen den Preisdruck auf belgische Erzeuger. BelOrta hält die aktuellen Preise angesichts hoher Energiekosten für unzureichend. In zwei bis drei Wochen wird mehr heimische Ware erwartet.
Der ZVG warnt vor zusätzlichen Kosten und Bürokratie durch die geplante Kunststoffsteuer. Er fordert Ausnahmen für Gartenbauverpackungen, die Befreiung von Mehrwegsystemen und Rezyklaten sowie praxistaugliche Übergangsregelungen.
Viele Sorten, wenig Zeit: am Regal kommt es auf schnelle Informationen an, um zum Kauf zu animieren. VIP hat dafür eine kleine, aber clevere Lösung entwickelt. Wie sie funktioniert und warum gerade klassische Sorten davon profitieren sollen, verrät Marketingleiter Benjamin Laimer.
Die Obstbaufläche im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais wuchs binnen zehn Jahren um 29 % auf 179.000 ha. Besonders stark expandierte der Avocadoanbau mit einem Plus von 374 %. Staatliche Förderprogramme und die Nachfrage treiben das Wachstum.

Aktuell im Fruchthandel Magazin

Hitze, Dürre und kleinere Kaliber auf der einen Seite, neue Sorten, Erntefenster und frische Marketingideen auf der anderen: Die Kernobstbranche startet unter schwierigen Vorzeichen in die neue Saison. Wie Erzeuger und Vermarkter in Europa darauf reagieren, zeigt unser Schwerpunkt.

Weitere Themen im Heft:

  • Kiwis: Gelbe Früchte in Italien weiter auf der Überholspur
  • Spanien: Zitronenernte steigt um 19 Prozent
  • Fruit Attraction: Rekordbeteiligung der deutschen Obst- und Gemüsewirtschaft
  • Fresh-Cut: Flexibler Einstieg in die Verarbeitung
  • Marktbericht: Wintergemüse steht in den Startlöchern
Titelbild der Ausgabe 23/26 des Fruchthandel Magazins

Themenplan

November

Nr. Themen-Newsmail Erscheint am: 09.11.2026 Anzeigenschluss: 03.11.2026

Kernobst

Nr. 24 Erscheint am: 20.11.2026 Anzeigenschluss: 10.11.2026
  • Exoten, Melonen, Spezialitäten
  • Bioprodukte, Fairtrade, Nachhaltigkeit
  • Produkte im Trend: Pilze
Die EU-Himbeerimporte sind zuletzt leicht zurückgegangen. Marokko bleibt mit rund 40.000 t jährlich wichtigster Lieferant. Spanien und die Niederlande fungieren zugleich als bedeutende Handelsdrehscheiben. Deutschland importierte zuletzt 32.000 t, davon 18.000 t aus Marokko.
Das BMLEH fördert mit insgesamt rund 3,9 Mio. Euro die Digitalisierung und Logistik der Tafeln. Die Projekte „TafelConnect“ und „ZuLo“ sollen Großspenden effizienter erfassen, verteilen und Lebensmittelverschwendung reduzieren.
Die GFPi setzt auf eine engere Verzahnung von Pflanzenzüchtungsforschung, Datenwissenschaft und Praxis. KI, genomische Daten und Vorhersagemodelle sollen die Züchtung leistungsfähiger und widerstandsfähiger Kulturpflanzen effizienter machen.
Fünf Gemüsebaubetriebe wollen laut einem WELT-Bericht aus den bisherigen Vermarktungsstrukturen der Genossenschaft Reichenau-Gemüse aussteigen und ihre Ernte künftig selbst vermarkten. Neben den wirtschaftlichen Gründen rücken mögliche neue Vermarktungspartner in den Fokus, während das Landgericht Konstanz über die Fortführung der Lieferverpflichtungen entscheiden muss.

Kleinere Ernten, kleinere Kaliber, steigende Kosten – und trotzdem viel Aufbruchstimmung: Die Kernobstbranche startet unter schwierigen Vorzeichen in die neue Saison. In unserem Kernobst-Schwerpunkt geht es darum, wie Erzeuger, Vermarkter und Technikanbieter darauf reagieren und welche Rolle Konsumentenforschung, neue Etiketten und TikTok spielen.

Ob auf TikTok, im Snackregal oder im Klassenzimmer: Melinda sucht gezielt den Kontakt zur jungen Generation. Dafür setzt das Trentiner Konsortium auf Zuhören, eine eigene Tonalität in den sozialen Medien und neue Produktformate.
Mitarbeitende von Großhandelsbetrieben sowie Be- und Verarbeitungsunternehmen der Obst-, Gemüse- und Kartoffelwirtschaft können sich für das Seminar zur nachhaltigen Verbesserung des Qualitätsmanagements der QS Akademie anmelden.
Die Hauptvermarktungszeit für Rosenkohl beginnt. Die Marktlage stellt sich insgesamt günstiger als im Vorjahr dar. In diesem Jahr werden die Erntemengen wohl etwas geringer ausfallen.
Es muss eine ständige Kommunikation zwischen Erzeuger und Exporteur geben. Das Ziel ist es, zu verhindern, dass der Erzeuger zum Zeitpunkt der Zertifizierung das tatsächliche Risikoniveau seines Obstgartens nicht kennt. Auch wenn die Frucht nicht geschädigt wird, müsse die Märkte geschützt werden.
Mehr als 300 Teilnehmende aus über 45 Ländern kamen zum Agraya Summit 2026 nach Bologna, im Mittelpunkt stand die geplante Environmental Sustainability Solution (ESS). Zudem zeichnete Agraya drei Projekte von und für Frauen in der Landwirtschaft aus.
Forschung und Innovation stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten von Rijk Zwaan. Das Unternehmen baut sein internationales Netzwerk weiter aus, um nah an seinen Kunden zu sein und Entwicklungen in den Märkten frühzeitig aufzugreifen.
Die Schweizer Frühkartoffelkampagne 2026 verlief trotz schwieriger Ausgangslage dank guter Erträge, hoher Qualität und partnerschaftlicher Zusammenarbeit erfreulich. Für 2027 setzt der Branchenverband swisspatat erneut auf eine bedarfsgerechte Anbauplanung und fordert die Produzenten auf, Flächen und Sorten frühzeitig mit ihren Abnehmern abzustimmen.
Die UNIKA hat ihre Merkblattreihe zum Kartoffelanbau aktualisiert und inhaltlich überarbeitet, um aktuelle Erkenntnisse und praktische Empfehlungen zu Krankheiten, Schädlingen, Pflanzenschutz und Technik bereitzustellen. Die elf Merkblätter wurden gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Beratung und Praxis erarbeitet und stehen kostenlos auf der UNIKA-Internetseite zum Download bereit.
Der BGA kritisiert den Gesetzentwurf zur Einkommensteuerreform 2027 als unzureichend und fordert spürbare steuerliche Entlastungen für kleine und mittlere Unternehmen statt zusätzlicher Belastungen und Bürokratie. Insbesondere die geplante Verschärfung der Besteuerung von Personenunternehmen und die Erhöhung der Reichensteuer lehnt der Verband ab und fordert praxisgerechte Verbesserungen für den Mittelstand.
Wie lässt sich Lebensmittelabfall im eigenen Unternehmen mit alltagstauglichen Methoden erfassen? Welche Best Practices funktionieren gerade für kleine und mittelständische Unternehmen? Diesen Fragen wird u.a. beim Jahresforum „Lebensmittelabfälle vermeiden – Wertschätzung erhöhen“ nachgegangen.
Die Bewerbungsfrist für den FRUIT LOGISTICA Innovation Award 2027 wurde verlängert. Bis zum 7. November 2026 können Sie Ihre Innovation noch einreichen und sich die Chance auf internationale Aufmerksamkeit sichern.
Äpfel als Spieler, Konsumentinnen und Konsumenten als Fans, der Handel als Spielfeld: Im Santiago-Bernabéu-Stadion hat der Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften (VOG) sein Fußballkonzept zur Fruit Attraction greifbar gemacht.
Der ProfiTag Gemüsebau 2026 der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bringt am 17. November in Hannover Fachleute der Branche zusammen, um aktuelle Herausforderungen im Gemüsebau zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Pflanzenschutz, Klimaanpassung, innovative Anbautechniken und Betriebsführung sowie der fachliche Austausch.
Die Jubiläumsausgabe der expoSE & expoDirekt präsentiert am 18. und 19. November 2026 in Karlsruhe ein breites Spektrum an Innovationen für den Spargel-, Beeren- und Freilandanbau sowie die landwirtschaftliche Direktvermarktung. Im Fokus stehen u.a. digitale Bewässerungsplanung, autonome Robotersysteme zur Überwachung der Pflanzengesundheit und mobile Wiegetechnik für effizientere Ernte- und Verpackungsprozesse.
Bayern macht die rund vier Millionen Streuobstbäume im Freistaat erstmals seit Jahrzehnten wieder flächendeckend sichtbar: Eine neue digitale Karte im BayernAtlas zeigt ihre Standorte sowie Informationen zu Baumhöhe und Kronendurchmesser. Die von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) erstellte Bestandserfassung dient zugleich als Grundlage, um die Entwicklung der Streuobstbestände und die Ziele des Bayerischen Streuobstpakts bis 2035 zu verfolgen.
Der FRUIT LOGISTICA Trend Report 2027 zeigt, wie geopolitische Konflikte, Klimawandel und anfällige Lieferketten den globalen Obst- und Gemüsehandel verändern. Er analysiert die zentralen Herausforderungen der Branche und zeigt, warum Flexibilität, Innovation und widerstandsfähige Lieferketten entscheidend für den zukünftigen Erfolg sind.
Brasiliens Apfelbranche hat 2025/26 eine große Ernte in Spitzenqualität eingefahren und trotzdem ein schwieriges Jahr erlebt. Laut einem USDA-Bericht erlösen die Erzeugerbetriebe rund 30 % weniger als im Vorjahr, der Export wird zum Ventil.
Die Marke Ondine® hat ihre Saison auf der Nordhalbkugel mit einem Absatzplus von fast 95 % abgeschlossen. Wichtigster Markt bleibt Deutschland, wo die Plattnektarine bereits 16 % der Haushalte erreicht.
Nicht jede geerntete Möhre schafft es bis in die Obst- und Gemüseabteilung des Supermarktes. Optische Vorgaben, begrenzte Waschkapazitäten und steigende Logistikkosten stellen Bio-Erzeuger wie Wilhelm Rathing vor wirtschaftliche Herausforderungen.
Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau testet in Bamberg bis 2030 eine 40 Quadratmeter große Vertical-Farming-Anlage unter Praxisbedingungen. Im Mittelpunkt stehen Ertrag, Ressourcen- und Energieverbrauch sowie die ökologische und wirtschaftliche Rentabilität – denn Indoor-Farming soll den klassischen Anbau ergänzen, muss sich aber erst in der Praxis bewähren.
Die GLOBUS Gruppe steigerte im Geschäftsjahr 2025/2026 ihren Bruttoumsatz um 1,4 % auf 8,0 Mrd. Euro und das EBIT um 1,9 % auf 195,1 Mio. Euro. Wachstumstreiber waren insbesondere die GLOBUS Markthallen mit ihrer starken Eigenproduktion sowie der Ausbau des Onlinegeschäfts und der Vertriebswege in Tschechien.
Wie passen Blutorange und neapolitanische Pizza zusammen? Citrus Fruit for Wellness zeigte in München nicht nur das, sondern klärte über die gesundheitlichen Vorteile und kulinarischen Highlights sizilianischer Zitrusfrüchte auf.
Biobest bringt mit „Polly“ einen Bestäubungsroboter für Tomatenanbauer auf den Markt, der autonom arbeitet und allein einen Hektar abdecken soll. Er sei als Ergänzung zur Hummelbestäubung gedacht und habe in Versuchen den Ertrag um 2 bis 6 % erhöht.