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Forschungsprojekt „Das ganze Jahr über grüne Felder“ in Zeeland gestartet

In diesem Projekt arbeiten Ackerbauern und Forscher gemeinsam an einem regenerativen Anbausystem, bei dem der Boden so weit wie möglich das ganze Jahr über mit Kulturpflanzen oder Gründüngungspflanzen bedeckt bleibt. Ziel ist es, den Ackerbau widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen und gleichzeitig die Bodenqualität und die Biodiversität zu stärken, berichtet Delphy.

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© Delphy

Das Projekt ist ein Ergebnis der ersten Phase der Initiative „Boerderij van de Toekomst Zuidwestelijke Delta“ (Bauernhof der Zukunft Südwestliche Delta), in der gemeinsam mit Ackerbauern an zukunftsorientierten Anbausystemen für die Region gearbeitet wird.

Das Projekt ist bereits im vergangenen Herbst angelaufen. Auf vier Ackerbaubetrieben in Zeeland wurden inzwischen Aktionspläne erstellt, in denen Maßnahmen ausgearbeitet werden, die zu einem widerstandsfähigeren und regenerativen Agrarsystem beitragen. Dabei spiele die nicht-wendende Bodenbearbeitung (NKG) auf den teilnehmenden Betrieben eine wichtige Rolle.

Auf jedem der Betriebe wird darüber hinaus eine eingehende Parzellenbewertung durch Delphy durchgeführt. Dabei werden u.a. die Bodenstruktur, das Bodenleben, der Nährstoffhaushalt und die allgemeine Bodenqualität untersucht. Diese Analyse bilde die Grundlage für die Beurteilung, welche Maßnahmen am meisten zu einem gesunden und widerstandsfähigen Boden beitragen.

Im Rahmen des Projekts wird u.a. an folgenden Themen gearbeitet:

  • ganzjährige Bodenbedeckung durch Gründüngungspflanzen und Winterkulturen
  • Verbesserung der Bodenqualität und Förderung des Bodenlebens
  • Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen
  • praktische Schritte hin zu einem regenerativen Ackerbau

Das Projekt wird von Angela Noordhoek (Delphy) geleitet. Neben den teilnehmenden Ackerbauern sind verschiedene Wissens- und Praxispartner an dem Projekt beteiligt, darunter die Versuchsfarm Rusthoeve, die Wageningen University & Research, Het Zeeuwse Landschap und das ZAJK.

In den kommenden zwei Jahren werden die Maßnahmen auf den teilnehmenden Betrieben begleitet und überwacht. Die Ergebnisse sollen praktische Anhaltspunkte für Ackerbauern bieten, die ihre Betriebsführung an die sich ändernden klimatischen Bedingungen anpassen möchten.

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