Deutlich positiv haben sich die Exporte frischer Früchte entwickelt, die um 12,8 % in der Menge bzw. um 15 % im Wert steigen. Zitrusfrüchte konnten 2025 um 7,1 % in der Menge sowie 12,9 % im Wert zulegen, wobei Zitronen mit +40 % in Menge und Wert am erfolgreichsten abschnitten. Auch die Exporte von Kartoffeln, Hülsenfrüchten sowie Gemüse konnten 2025 ein Plus verzeichnen, wenngleich dies mit +1,6 % in der Menge und 0,8 % im Wert etwas dezenter ausfällt als beim Obst.
Nüsse und Trockenfrüchte haben 2025 mit +24,4 % (Menge) bzw. +35,4 % (Wert) deutlich positiv abgeschlossen, dies stelle ein „hervorragendes Zeichen für unser Made in Italy“ dar, betont Fruitimprese. Die Exporte von tropischen Früchten, die i.d.R. über italienische Häfen in weitere Märkte Europas gelangen, seien nach jahrelangem Wachstum um 18,1 % in der Menge sowie um 10,2 % im Wert gesunken.
Beste Ergebnisse für Äpfel, Trauben und Kiwis
Starprodukt im Export bleiben die Äpfel, die ihren Vorsprung sogar noch ausbauen konnten: Mit einem Wachstum von 16,03 % im Wert steigen die Ausfuhren 2025 auf über 1,1 Mrd Euro, in der Menge erreichten italienische Äpfel mit 17,24 % Wachstum 1.056.986 t.
Auf Platz 2 liegen Trauben, die gegenüber 2024 um 16,25 % in der Menge (436.860 t) sowie um 8,47 % im Wert (972 Mio Euro) steigen konnten. Dies zeuge von einer insgesamt guten Kampagne, trotz einiger qualitativer Hürden, kommentiert Fruitimprese knapp. Kiwis erreichen mit 19,81 % Wachstum in der Menge 253.515 t, im Wert legen sie um stolze 26,45 % zu und schließen 2025 mit knapp 700 Mio Euro ab.
Wachstum mit Handbremse
Steinobst konnte 2025 zwar nicht in der Menge (-6,93 %), jedoch im Wert überzeugen: mit über 191 Mio Euro legten Pfirsiche und Nektarinen um 19,78 % legen Pfirsiche und Nektarinen zum Vorjahr zu. Birnen konnten 2025 zwar nicht an den Erfolg der Äpfel anknüpfen, verzeichneten jedoch zumindest ein ordentliches Wachstum (+16,34 % in der Menge, +14,54 % im Wert). Dennoch sei man „weit von sog. 'normalen' Jahren entfernt“, Birnen, insbesondere die Sorte Abate Fetel, litten stärker als andere unter dem Klimawandel und Schädlingen, erläuterte Fruitimprese.
Importe besonders durch eigene Schwächen gestärkt
Die Importe verzeichnen ebenfalls Wachstum und sind gegenüber 2024 um 7 % in der Menge sowie um 14,9 % im Wert gestiegen, so dass die Handelsbilanz um 26,8 % sinkt und nun bei 408.203.128 Euro liegt. Die Menge erholt sich jedoch um 7,7 % zu 2024 und liegt nun bei -195.960 t.
Hier die italienischen Import-Entwicklungen im Überblick:
- Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte: +7,9 % in der Menge, -4,1 % im Wert
- Zitrusfrüchte: +5,4 % in der Menge, +22,7 % im Wert
- Frischobst: +3,4 % in der Menge, +8,3 % im Wert
- Tropische Früchte: +5,8 % in der Menge, +7,6 % im Wert
- Trockenobst/Nüsse: +14,6 % in der Menge, +40,1 % im Wert
Ausschlaggebend für die dramatische Importentwicklung im Bereich Trockenobst/Nüsse sei die für Italien sehr schlecht ausgefallene Kampagne 2025, bei der schwierige Wetterbedingungen im entscheidenden Moment für große Ausfälle gesorgt hatten, so dass verstärkt auf Importe zurückgegriffen werden musste. Die Importkönigin Banane verzeichnete 2025 ein leichtes Plus in Menge (+3,52 %, 816.832 t) und im Wert (+3,83 %, 539 Mio Euro), während Avocados, die im Import unter Ananas liegen, sich um 23,85 % in der Menge (67.576 t) sowie um 11,38 % im Wert (172 Mio Euro) steigern konnten.
Warum die Lage in Nahost nun ein Exportvolumen von 150 Mio Euro bedroht und Marco Salvi die Tatsache, dass 2025 als Rekordjahr Italiens für den O+G-Export Geschichte schreiben könnte, als „konkrete Gefahr“ bezeichnet, lesen Sie hier: klick.