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Brandenburg: Gute Aussichten für die Kirschenernte 2026

Nach zwei nicht zufriedenstellenden Jahren rechnen Brandenburgs Obstbauern mit einer guten Ernte bei den Süß- und Sauerkirschen. Bei den Süßkirschen wird von einer Erntemenge von 438 t ausgegangen. Bei den Sauerkirschen wird ein Ergebnis von 398 t prognostiziert. Dies teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Reife, rote Kirschen hängen an einem Ast mit grünen Blättern
© FV Photography/AdobeStock

In diesem Jahr wurden wenige Frostschäden gemeldet. Die gab es geringfügig nur bei Sauerkirschen. Jedoch führte der kalte Frühling zu einer verspäteten Blüte. Trockenheit und Starenfraß sind weitere Faktoren, die sich noch negativ auf die Ernte auswirken können. Die erwartete Erntemenge liegt derzeit bei den Süßkirschen mit 438 t 240 t über dem Ergebnis von 2025. Dies entspricht einem Anstieg um 121 %. Bei den Sauerkirschen liegt die Prognose 18 t über dem Ergebnis von 2025 und fällt mit 398 t um 5 % höher aus.

Ertragsmengen bei Süßkirschen über dem 6-jährigen Mittel

Die Ertragserwartungen bei Süßkirschen belaufen sich 2026 auf rund 24 dt/ha und liegen damit über dem sechsjährigen Mittel von rund 18 dt/ha. Bei Sauerkirschen wird mit einem Hektarertrag von rund 65 dt gerechnet. Im Vergleich zum sechsjährigen Mittel (2020–2025) wäre das eine Ertragssteigerung von rund 19 dt/ha.

Anbauflächen wieder gesunken

Süßkirschen werden auf einer Fläche von rund 184 ha angebaut. Damit verringerte sich diese um rund 20 ha. Der Anbauschwerpunkt befindet sich im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Ertragsfähige Sauerkirschenbäume stehen auf 61 ha. Seit 2007 sinkt die Anbaufläche kontinuierlich. 2006 wurden Süßkirschen noch auf einer Fläche von 750 ha und Sauerkirschen auf 330 ha geerntet.
Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass die Ernte durch den weiteren Witterungsverlauf noch beeinflusst werden kann und sich dann auf die endgültige Ertragsschätzung auswirkt.