Erdbeeren gehören zu den umsatzstärksten Frischeprodukten im Obsthandel. Von der spanischen Frühernte in Huelva bis zum heimischen Anbau in Deutschland: Wir berichten über Sorten, Preise, Logistik und Vermarktung der roten Beerenfrucht.
Vor allem im geschützten Anbau, zumeist in Folientunneln, ist mit einer Rekordernte von 11.400 t Erdbeeren zu rechnen. Die Fläche im geschützten Anbau wächst schon seit längerem und steigt im Vergleich zum Vorjahr um 14 % auf 610 ha.
Die Anbaufläche, auf der Spargel geerntet werden konnte, umfasst rund 3.600 ha. Die verbleibenden gut 500 ha entfallen auf Junganlagen, die noch keinen Ertrag bringen. Die Spargelsaison beginnt offiziell Anfang April und endet traditionell am 24. Juni (Johannistag).
Während sich die Ausfuhren von Heidelbeeren und Himbeeren weiterhin dynamisch entwickelten, befindet sich der Erdbeersektor in einer tiefgreifenden strukturellen und klimatischen Krise, so die Analysten von ‚EastFruit‘. Als wesentlicher Wendepunkt gilt der verschärfte Wettbewerb mit Ägypten.
Erdbeeren, die wichtigste Kultur der Provinz, erreichten eine Produktion von 204.035 t, was einem Rückgang von 3 % gegenüber der vorherigen Saison entspricht.
„Die Beliebtheit der Selbstpflückfelder nimmt zu, das freut uns natürlich sehr“, sagt Fred Eickhorst, Geschäftsführer der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen.
Nach Angaben des Verbands reagiert insbesondere die Erdbeere sensibel auf veränderte Rahmenbedingungen im Obstbau. Als arbeitsintensive Kultur sei sie stark von steigenden Kosten betroffen. Jede Erdbeere werde von Hand geerntet, weshalb der Personalaufwand besonders hoch sei.