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Ernte von Freiland-Erdbeeren und Spargel 2026 voraussichtlich weiter rückläufig

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ernten in diesem Jahr ersten Schätzungen zufolge mit 71.300 t Erdbeeren im Freiland 11,3 % weniger als 2025 (80.400 t). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, würde damit die durchschnittliche Erntemenge von 94.400 t der Jahre 2020 bis 2025 um ein Viertel (24,5 %) unterschritten und der niedrigste Wert seit 1995 (68.800 t) erreicht.

Erdbeeren und Stangen weißer Spargel
© PhotoSG/AdobeStock

Die erwartete Spargelernte 2026 wird mit geschätzten 100.300 t 3,4 % unter dem Ernteergebnis von 2025 (103.900 t) liegen. Sie würde damit 10,3 % niedriger ausfallen als die mittlere Erntemenge von 2020 bis 2025 (111.800 t) und den niedrigsten Wert seit 2010 (92.400 t) erreichen.

Rückgang der Erdbeeranbauflächen im Freiland erwartet

Eine Ursache für die sinkende Erntemenge von Erdbeeren im Freiland seien die abnehmenden Anbauflächen: Sie gingen im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % von 8.060 ha auf 7.830 ha zurück. Im Vergleich mit dem sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 ist dies einen Rückgang um 18,5 %.

Regional wird die größte Ernte von Freiland-Erdbeeren 2026 mit 18.100 t in Niedersachsen (-18 %) erwartet, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 14.600 t (-13,4 %) und Baden-Württemberg mit 13.500 t (+6,8 %).

Spargelanbauflächen voraussichtlich stabil

Die im Ertrag stehenden Spargelanbauflächen gehen im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich mit 18.900 ha in 2026 gegenüber 19.200 ha in 2025 nur geringfügig zurück (-1,5 %). Der Trend abnehmender Spargelanbauflächen der vergangenen Jahre scheint sich damit in 2026 abzuschwächen.

Der meiste Spargel wird 2026 mit 21.000 t (+5,4 % gegenüber 2025) voraussichtlich in Niedersachsen gestochen, dicht gefolgt von Bayern mit 20.100 t (-3 %), und Brandenburg mit 18.500 t (-2,4 %).