von Nadine Schotten 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Niederlande: Obstimporte im Kühlcontainer legen deutlich zu

Immer mehr Obst erreicht die Niederlande auf dem Seeweg in Kühlcontainern. Das zeigen vorläufige Zahlen des niederländischen Statistikamtes CBS (Centraal Bureau voor de Statistiek). Für 2025 nennen die Statistiker insgesamt rund 6,2 Mio t und damit 45 % mehr als noch vor zehn Jahren. Besonders stark haben die Mengen bei Bananen und Avocados zugenommen. 

Mitarbeiter im Hafen Rotterdam vor einem Containerschiff beim nächtlichen Umschlag von Containern.
© Havenbedrijf Rotterdam/Eric Bakker

Dem Bericht des CBS zufolge wurden 2025 insgesamt 11,1 Mio t gekühlte, aber auch gefrorene, Waren in Kühlcontainern auf dem Seeweg in die Niederlande gebracht. Das waren knapp 25 % mehr als 2015. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf Obst. Auch bei Gemüse ging es deutlich nach oben: Mit knapp 1 Mio t hat sich die Menge gegenüber 2015 mehr als verdoppelt.

Bei den einzelnen Obstarten stehen Bananen an erster Stelle. Rund 1,29 Mio t kamen 2025 in Kühlcontainern ins Land. Das sind mehr als doppelt so viel wie 2015. Damit machte die Frucht rund ein Fünftel der gesamten Obstmenge aus. Hinzu kamen ca. 0,4 Mio t Bananen, die mit Kühlschiffen transportiert wurden.

Auf Platz zwei folgten Trauben (751.000 t), vor Orangen (711.000 t). Besonders auffällig ist dem CBS zufolge die Entwicklung bei Avocados: Ihre Menge hat sich innerhalb von zehn Jahren verdreifacht und lag 2025 bei rund 637.000 t. Bei Zitronen werden rund 440.000 t genannt. Nicht bei allen Obstarten zeigt die Entwicklung nach oben. So kamen 2025 nur noch 82.000 t Ananas in Kühlcontainern in die Niederlande, gegenüber 318.000 t zehn Jahre zuvor. Auch bei Äpfeln, Birnen und Melonen gingen die Mengen zurück.

Verändert hat sich auch die Herkunft der Waren. Südafrika ist inzwischen das wichtigste Herkunftsland für Waren, die in Kühlcontainern auf dem Seeweg in die Niederlande kommen. Damit hat das Land Brasilien von der Spitzenposition verdrängt. Aus Südafrika kamen fast 1,5 Mio t, 45,3 % mehr als noch 2015. Einen großen Anteil daran hatten Orangen und Trauben. Die Lieferungen aus Brasilien gingen dagegen um 11,7 % auf rund 1,1 Mio t zurück.

Kräftig gewachsen sind zudem die Lieferungen aus Ägypten. Mit rund 651.000 t kamen 2025 fast viermal so viele gekühlte Waren von dort wie zehn Jahre zuvor, vor allem Gemüse und Orangen. Auch Ecuador hat deutlich zugelegt: Die Menge lag mehr als dreieinhalbmal so hoch wie 2015. Von dort kamen vor allem Bananen und Avocados.

Diese Meldung hat Ihr Interesse geweckt? Weitere aktuelle Themen aus der Obst- und Gemüsebranche finden Sie im Fruchthandel Magazin.