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Baden-Württemberg: Erdbeerernte deutlich über Vorjahr – Spargel im Minus

Laut dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg werden im Jahr 2026 schätzungsweise rund 24.900 t Erdbeeren geerntet. Nach vorläufigen Angaben wird die Erdbeerernte damit über dem Vorjahr (+15 %) und dem zehnjährigen Mittel (+6 %) liegen.

Frische rote Erdbeeren in mehreren Holzkisten
© anela47/AdobeStock

Vor allem im geschützten Anbau, zumeist in Folientunneln, ist mit einer Rekordernte von 11.400 t Erdbeeren zu rechnen. Die Fläche im geschützten Anbau wächst schon seit längerem und steigt im Vergleich zum Vorjahr um 14 % auf 610 ha. Zudem ist der Ertrag mit 18,8 t pro Hektar um 14 % größer als das zehnjährige Mittel.

Im Freiland liegt die ertragsfähige Erdbeerfläche bei voraussichtlich 1.270 ha. Die Fläche ist leicht über dem Vorjahresniveau (+2 %), womit der Flächenrückgang der letzten Jahre gestoppt sein durfte. Bei einem überdurchschnittlichen Ertrag wird eine Erntemenge von 13.500 t im Freiland erwartet. Damit stammt immer noch der größere Teil (54 %) der Gesamterzeugung aus dem Freiland. Die Anbaustruktur hat sich aber gewandelt. Im Jahr 2016 lag der Freilandanteil der Erntemenge noch bei 86 %.

Der schon abgeschlossene Spargelanbau fand 2026 auf 1.650 ha ertragsfähiger Fläche in Baden-Württemberg statt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein weiterer Rückgang um etwa 130 ha (−8 %). Der größte Flächenumfang in den letzten 10 Jahren wurde im Jahr 2019 mit 2.320 ha verzeichnet. Die Spargelernte ist nach vorläufigen Angaben mit 7.600 t um ein Zehntel kleiner als im Vorjahr. Neben der Flächenreduzierung lag auch der Ertrag (4,6 t pro Hektar) auf unterdurchschnittlichem Niveau.