Im Mittelpunkt des Programms standen u.a. die Marktsituation bei Pilzen, die Chancen für neue Myzel-Produkte sowie die zunehmende Bedeutung von künstlicher Intelligenz und Automatisierung in der Pilzzucht. Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Zentralverbandes Gartenbau e.V., richtete ein Grußwort an die zahlreich erschienenen Gäste aus dem In- und Ausland. Als Erfolg einer beharrlichen und lösungsorientierten Verbandspolitik wertete sie es, dass Pilzzuchtbetriebe auch rückwirkend für die Abrechnungsjahre 2021 bis 2025 CO₂-Kompensation beantragen können. Bei anderen für die Branche wichtigen Themen wie der PPWR oder der Saisonarbeit müssten Entscheidungen seitens der Politik hingegen deutlich schneller getroffen werden, sodass Planungssicherheit für die Betriebe entstehe.
Anschließend gab Michael Koch von der AMI Agrarmarkt Informations-GmbH einen umfassenden Überblick über die Situation am Markt für Pilze mit Schwerpunkt Champignon. Insgesamt sei im Jahr 2025 Käuferreichweite für die Pilzbranche verloren gegangen, eine Tendenz, die auch in den Vorjahren bereits zu beobachten gewesen sei. Mit der Frage nach neuen Geschäftsfeldern beschäftigte sich anschließend Oskar Seitz von dem Unternehmen Infinite Roots – Mushlabs GmbH. In seinem Vortrag „Myzel-Produkte vs. klassische Pilzzucht“ stellt er neue Ansätze rund um die Nutzung von Pilzmyzel der klassischen Pilzproduktion gegenüber. Größtes Hindernis hierbei ist laut Seitz, dass Myzelprodukte in der EU noch nicht zugelassen sind, eine Entscheidung durch die Lebensmittelbehörde EFSA stehe noch aus. Unter dem Titel „Wie werden künstliche Intelligenz und Automatisierung den Pilzzuchtbetrieb in Zukunft verändern?“ gaben anschließend Vertreter von Christiaens Engineering & Development BV, 4AG Robotics und GTL Europe Engineering BV Einblicke in Automatisierungslösungen und mögliche Veränderungen für die betriebliche Praxis.
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