Das gute Ernteergebnis ist den Statistikern zufolge auf die Süßkirschenernte von 38.900 t zurückzuführen. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 33.500 t war die diesjährige Erntemenge um 16,2 % oder 5.400 t höher. Bezogen auf die Anbaufläche von 5.600 ha ergibt sich ein Durchschnittsertrag von 6,9 t Süßkirschen je Hektar.
Die Süßkirschenernte fiel jedoch regional unterschiedlich aus. Baden-Württemberg, das mit 2.600 ha Anbaufläche bedeutendste Bundesland für den Süßkirschenanbau, lag mit einer Ernte von 19.100 t um 16,7 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. In Rheinland-Pfalz, dem mit 660 ha Anbaufläche zweitgrößten Süßkirschen-Anbauland, lag die Ernte dagegen mit 2.000 t um 37,2 % unterhalb des Zehnjahresdurchschnitts. Eine besonders ertragreiche Ernte wiederum verzeichnete Niedersachsen. Auf 500 ha wurden im drittgrößten Anbauland 6.700 t Süßkirschen geerntet – ein Plus von 66 % gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt.
Sauerkirschenernte unter zehnjährigem Durchschnitt
Während Süßkirschen in Deutschland auf rund 5.600 ha angebaut werden, hat der heimische Sauerkirschenanbau mit etwa 1.500 ha Anbaufläche eine deutlich geringere Bedeutung. In den vergangenen zehn Jahren hat sich nach Angaben von Destatis die Anbaufläche von Sauerkirschen von 2.000 auf 1.500 ha und damit um ein Viertel verringert ( 25,8 %). Die endgültige Schätzung der Sauerkirschenernte für das Jahr 2026 liegt mit 9.600 t um 16,8 % unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Bezogen auf den Ertrag liegt die Sauerkirschenernte bei 6,4 t je Hektar und damit nur leicht unter dem Niveau des Zehnjahresdurchschnitts (−1,1 %).
Das Bundesland mit der größten Anbaufläche für Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit 460 ha, gefolgt von Sachsen (300 ha) und Baden-Württemberg (240 ha). Auch im Sauerkirschenanbau zeigen sich bei der diesjährigen Ernte regionale Unterschiede. Die größte Erntemenge wurde in Baden-Württemberg mit 2.800 t (+38,1 % zum zehnjährigen Durchschnitt) erzielt, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 2.100 t ( 46,1 %), und Thüringen mit 1.500 t ( 7,1 %).