Im Westen Niedersachsens hätten seine Berufskollegen der Trockenheit aufgrund mangelnder Beregnungsmöglichkeiten deutlich weniger entgegensetzen können. „Niedersachsenweit überwiegt die negative Stimmung, weil die Pflanzen zum Teil verheerend aussehen“, so Erb.
Die PotatoEurope 2026 findet auf dem Rittergut Gestorf bei Hannover statt. Noch bis zum 10. September treffen sich dort rund 300 Aussteller und etwa 12.000 Fachbesucher aus der Kartoffelwirtschaft. Rund 35 % der Besucher werden aus dem Ausland erwartet.
Die Internationale Kartoffel-Herbstbörse zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Treffpunkten der deutschen und internationalen Kartoffelwirtschaft.
Wie das Ministerium mitteilt, machen sich die Auswirkungen des Klimawandels bereits in der diesjährigen Ernte bemerkbar. Je nach Region sei mit Ertragseinbußen von 30 bis 50 % gegenüber dem Vorjahr zu rechnen.
Offizielle Zahlen aus Belgien (-16,6 %), den Niederlanden (-15,1 %) und Frankreich (-9,7 %) sowie Schätzungen für Deutschland deuten auf einen Rückgang der Anbaufläche um rund 11 % hin. Insgesamt dürfte die Fläche von 604.100 ha im Jahr 2025 auf etwa 536.900 ha im Jahr 2026 sinken.
Nach der Begrüßung stehen aktuelle Themen des Kartoffelanbaus im Mittelpunkt. Auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge zur Schilf-Glasflügelzikade und Stolbur/SBR, zum privaten Keimtest, zur Pflanzgutanerkennung sowie zu den Möglichkeiten der Pflanzgutuntersuchung der Ernte 2026.