Die PotatoEurope 2026 findet auf dem Rittergut Gestorf bei Hannover statt. Noch bis zum 10. September treffen sich dort rund 300 Aussteller und etwa 12.000 Fachbesucher aus der Kartoffelwirtschaft. Rund 35 % der Besucher werden aus dem Ausland erwartet. Die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA) hatte die PotatoEurope 2006 gemeinsam mit der DLG in Deutschland auf den Weg gebracht. Die Messe bildet verschiedene Bereiche der Kartoffelwirtschaft ab – von Züchtung und Anbau über Technik und Handel bis zur Verarbeitung.
UNIKA-Vorsitzender Olaf Feuerborn verweist auf die aktuellen Herausforderungen für die Branche: „Die Kartoffel ist für viele landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland ein zentraler Produktionszweig und wirtschaftlicher Faktor. Gleichzeitig steht die hiesige Kartoffelbranche vor vielfältigen Herausforderungen, die von den Folgen des Klimawandels über Fragen der Pflanzengesundheit bis hin zu veränderten Marktanforderungen reichen. Die PotatoEurope zeigt praxisnahe Lösungsansätze und gibt Impulse, wie die Branche diesen begegnen kann.“
Auch DKHV-Präsident Thomas Herkenrath hebt die internationale Ausrichtung der Veranstaltung hervor: „Die PotatoEurope hat Gewicht, national wie international. Dass sie in diesem Jahr wieder in Deutschland stattfindet, ist für unsere Branche eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren. Hier treffen Innovationen und Zukunftsthemen auf die Praxis und geben wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Branche.“
Zum Get-together am Gemeinschaftsstand von UNIKA und DKHV kamen am ersten Messetag Vertreter der Kartoffelwirtschaft zusammen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch das 25-jährige Bestehen der UNIKA aufgegriffen. Zudem verlieh die UNIKA den Ehrenpreis „UNIKAt“ an Martin Roffhack von der HELMA Südwest GmbH. Mit der Auszeichnung würdigt die Organisation Persönlichkeiten für ihr Engagement in der deutschen Kartoffelwirtschaft.
Nach Angaben der UNIKA wurde Roffhack für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in Verbänden, seine Tätigkeit für die Weiterentwicklung der Branche sowie seinen Einsatz für die Vernetzung von Praxis, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ausgezeichnet. Hervorgehoben wurde dabei insbesondere sein Engagement im Zusammenhang mit den Herausforderungen durch die Schilf-Glasflügelzikade.
„Mit Martin Roffhack ehren wir einen Menschen, der unsere Branche seit vielen Jahren mit Fachkompetenz, Verantwortungsbewusstsein und hohem persönlichem Engagement prägt. Er steht beispielhaft für die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsame Lösungen voranzubringen“, sagte Feuerborn in seiner Laudatio.