Das geht aus den Daten des Lebensmittelverbrauchspanels des spanischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung hervor, die vom spanischen Obst- und Gemüseverband FEPEX ausgewertet wurden. Besonders deutlich fiel der Rückgang beim Obst aus. Die Haushalte verbrauchten 1,741 Mrd Kilogramm frisches Obst und damit 3,3 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben gingen um 1,8 % auf 4,246 Mrd Euro zurück. Der durchschnittliche Preis stieg dagegen um 1,6 % auf 2,44 Euro je Kilogramm. Bei wichtigen Obstsorten verzeichneten insbesondere Äpfel, Orangen, Erdbeeren und Mandarinen deutliche Einbußen. Der Apfelverbrauch sank um 8,9 % auf 186 Mio Kilogramm, der Orangenverbrauch um 8,6 % auf 315 Mio Kilogramm. Bei Erdbeeren betrug der Rückgang 9,1 %, bei Mandarinen 7,4 %. Auch Zitronen, Birnen und Bananen wurden weniger nachgefragt. Gegen den Trend entwickelten sich unter anderem Aprikosen, Kirschen, Trauben, Pflaumen, Wassermelonen und Pfirsiche. Der Verbrauch von Aprikosen stieg um 23,3 %, von Kirschen um 18,8 % und von Trauben um 14,1 %. Wassermelonen legten um 9,7 % und Pfirsiche um 9,6 % zu.
Gemüseverbrauch ebenfalls rückläufig
Der Verbrauch von frischem Gemüse in den spanischen Haushalten belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 1,110 Mrd Kilogramm. Damit lag er 2,6 % unter den 1,140 Mrd Kilogramm des gleichen Zeitraums 2025. Trotz des Mengenrückgangs stiegen die Ausgaben der Haushalte für Gemüse um 2,9 % auf 2,946 Mrd Euro. Der durchschnittliche Preis für Gemüse insgesamt lag bei 2,65 Euro je Kilogramm und damit 5,7 % über dem Vorjahreswert. Beim einzelnen Gemüse ging der Verbrauch von Tomaten, dem mengenmäßig wichtigsten Gemüse in den spanischen Haushalten, um 1,7 % auf 247 Mio Kilogramm zurück. Der Zwiebelverbrauch sank um 2,3 %, der Verbrauch von Salat, Endivie und Chicorée um 3,7 % und der von grünen Bohnen um 5 %. Den stärksten Rückgang verzeichnete Kohl mit einem Minus von 8,9 %. Als einzige dieser Produktgruppen blieb Paprika mit einem leichten Plus von 0,6 % nahezu stabil.