„Sonden sind keine Zukunftsmusik mehr": Das Projekt P.A.T.A.T.A. will den Kartoffelanbau optimieren
Steigende Temperaturen und ein wachsendes Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit Wasser rücken innovative Anbaumethoden für den Kartoffelanbau in den Fokus.
Vor diesem Hintergrund haben sich die Partner des italienischen Projekts P.A.T.A.T.A. - die Abkürzung für „Produrre Aggregando Tecnici e Agricoltori, Tutelando l'Acqua“ (wörtlich: „Produzieren durch die Zusammenarbeit von Fachleuten und Landwirten unter Schonung der Wasserressourcen“) - kürzlich in Bologna getroffen, um erste Ergebnisse aus laufenden Feldversuchen auszuwerten, teilt CSO Italy mit. Initiiert wurde das Projekt von Agripat gemeinsam mit der Universität Ferrara, Romagnoli F.lli S.p.A., dem Consorzio Patata Italiana di Qualità, HORTA, dem Kanalbetreiber CER (Canale Emiliano Romagnolo), CSO Italy, Dinamica sowie mehreren landwirtschaftlichen Partnerbetrieben.
An dem Treffen bei Agripat nahmen Vertreterinnen und Vertreter von Forschungseinrichtungen, landwirtschaftlichen Betrieben und technischen Partnern teil, unter anderem auch der Pflanzenschutzdienst der Region Emilia-Romagna. Ziel sei gewesen, erste Erkenntnisse aus der laufenden Anbausaison zu vergleichen und die kommenden Monitoring-Schritte zu planen. Auch der Besuch Testflächen im Versuchszentrum Acqua Campus des CER stand auf dem Programm.
Im Mittelpunkt der Feldbegehung standen der Vergleich verschiedener Bewässerungssysteme, insbesondere der Mikrobewässerung, sowie digitale Entscheidungshilfen (DSS), die den Wassereinsatz gezielter an den tatsächlichen Bedarf der Pflanzen anpassen sollen. Parallel dazu erläuterten die Fachleute die pflanzenschutzliche Überwachung, mit der wichtige Kartoffelschädlinge erfasst und die Wirksamkeit unterschiedlicher Bekämpfungsstrategien bewertet werden, um konkrete Schwellenwerte für gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen abzuleiten.
Erste Ergebnisse aus dem ersten Projektjahr zeigten laut CSO Italy, dass eine Bewässerung über Tropf- beziehungsweise Sprinklersysteme effizienter sei und bessere Erträge liefere als klassische Beregnungsanlagen. Als zentral hätten sich zudem Systeme zur Messung der Bodenfeuchte erwiesen, die inzwischen als etablierter Standard gelten: „Sonden verschiedener Art und digitale Auswertungsgeräte sind keine Zukunftsmusik mehr“, stellt CSO Italy fest, sondern Realität in der Landwirtschaft.
In einer Saison mit hohen Temperaturen und zunehmender Wasserknappheit bestätige das Projekt seine wichtige Rolle bei der Vernetzung von Forschung, Unternehmen und technischer Beratung und fördere den Innovationstransfer in eine Wertschöpfungskette, die mehr produzieren, dabei weniger Ressourcen verbrauchen und die ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Produktion verbessern solle, erklärt CSO Italy abschließend.