Erdbeeren und Spargel sind im Sortiment die Frühlingsboten schlechthin und genießen beim Konsumenten einen hohen Stellenwert. Was der Kunde jedoch nicht sieht, sind die immer schwierigeren Rahmenbedingungen, denen die Produzenten gegenüberstehen.
Erdbeeren und Spargel sind im Sortiment die Frühlingsboten schlechthin und genießen beim Konsumenten einen hohen Stellenwert. Was der Kunde jedoch nicht sieht, sind die immer schwierigeren Rahmenbedingungen, denen die Produzenten gegenüberstehen.
Die ertragsfähige Fläche verringerte sich, dem Trend der vergangenen Jahre entsprechend, erneut um 4,8 % gegenüber zum Vorjahr. Diese Entwicklung wirkt sich deutlich auf die niedersächsische Spargelernte aus, die im Vergleich zu 2024 nochmals um 13,1% niedriger ausfällt.
Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, beträgt die Anbaufläche für Erdbeeren in diesem Jahr knapp 700 ha. In Mecklenburg-Vorpommern wird damit entgegen dem Bundestrend geerntet, wo eine um 4 % geringere Erdbeerernte prognostiziert wird.
Die Spargelernte begann in diesem Jahr relativ früh. Bereits Ende März/Anfang April wurden regional die ersten Spargelstangen in kleineren Mengen gestochen.
Die Anbaufläche, auf der Spargel geerntet werden konnte, umfasst rund 2.840 ha. Die restlichen rund 520 ha entfallen auf Junganlagen, die noch keinen Ertrag bringen. Im Vergleich zum Vorjahr (2024: 3.412 ha) nimmt die Gesamtanbaufläche um 1,4 % ab.
18.600 t Erdbeeren werden im Freiland und 13.300 t unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäusern produziert. Erdbeeren werden 2025 auf 2.400 ha angebaut, die Fläche hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % verringert.
Die Anbaufläche von ertragsfähigem Spargel betrug in der Spargelsaison 2025 rund 3.400 ha. Somit sank die Fläche, auf der das beliebte Stängelgemüse angebaut wurde, um knapp 160 ha im Vergleich zum Vorjahr. Die Erntemenge ist im Vergleich zum Jahr 2024 um 1.500 t auf 18.700 t gesunken.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wäre das die niedrigste Erntemenge seit 1995 (68.800 t).
Die Entwicklung der Ertragsfläche setzt damit ihren rückläufigen Trend voraussichtlich fort und wird im Vergleich zum letzten Jahr um 4 % zurückgehen. Der Ertrag zeigte sich mit 4,6 t pro Hektar zu 2024 (+2 %) leicht erholt, lag aber geringfügig unter dem zehnjährigen Mittel (4,7/ha).
Im Rahmen einer Masterthesis untersucht eine Studentin, wie sich unterschiedliche Verpackungssysteme auf die Haltbarkeit und Qualität von frischem Spargel auswirken. Ziel ist es, herauszufinden, welche Verpackungsarten den Spargel am besten vor Feuchtigkeitsverlust, Verderb und Qualitätsmind
Seit Ende März gab es keine langanhaltenden Hitzeperioden – dies führte zu einer guten Entwicklung der Stangen und zu einer gut steuerbaren Erntemenge.
Nachdem Pfalzmarkt eG Ende März mit sehr guten Qualitäten, den passenden Mengen und Erzeugerpreisen sehr gut in die bundesweite Vermarktung des königlichen Stangengemüses gestartet ist, hat sich die Marktlage für die Vertriebsspezialisten im Mutterstadter Spargelbüro schnell gewendet.
Trotz weiter steigender Produktionskosten gab es auch Phasen, in denen die Verbraucher weniger als in den beiden Vorjahren zahlen mussten.
Der Elan einer neuen jungen Generation von Landwirten und die Möglichkeiten der freien Marktwirtschaft lassen nun sporadisch die alte Tradition bezüglich des Spargelanbaus langsam wieder aufleben.
Die erste Halbzeit der Spargelsaison ist schon gut gemeistert, und die Erdbeerernte in der vollen Saison mit starker Nachfrage nach den leckeren regionalen Früchtchen. „Der Mai bringt ideales Spargel- und Erdbeerwetter mit sich, und wir erwarten einen weiteren guten Verlauf der Saison.