von Dr. Henriette Ullmann 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Polen: Zweistelliger Rückgang der Baumobsternte

Auf den Seiten des polnischen Portals „SadyOgrody“ wird über die neusten GUS (dt. Hauptstatistikamt) Schätzungen bezüglich der Obsternte 2026 berichtet. Das Portal unterteilt den Bericht nach Ergebnissen der Baumobst- und nach Beerenobsternte. 

rote und schwarze Johannisbeeren
© ExQuisine/AdobeStock

Die gesamte Baumobsternte wird derzeit auf ca. 3,4 Mio t geschätzt, was einem Rückgang von ca. 18,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Apfelproduktion wurde auf knapp 3,1 Mio t geschätzt, d.h. um ca. 19,5 % weniger als 2025. Die Birnenernte in den Obstgärten wird um 14,4 % geringer ausfallen als im Vorjahr und 67.400 t betragen. Die Pflaumenproduktion wird um 4,1 % auf ca. 113.100 t zurückgehen. Die Sauerkirschenernte wird 125.800 t betragen und damit um 10,8 % geringer ausfallen als 2025, während die Ernte von Süßkirschen um 16,6 % auf 48.600 t zurückgehen wird. Es wird erwartet, dass die Gesamtproduktion von Pfirsichen, Aprikosen und Walnüssen um ca. 12,7 % unter dem Vorjahreswert liegen und sich auf ca. 13.200 t belaufen wird. Die Ernteerträge der übrigen Obstbäume (darunter u.a. Hartriegel, Eberesche, Mispel und Quitte) werden ca. 1.600 t betragen und damit um ca. 15,8 % unter denen des Jahres 2025 liegen.

Die Ernte von Beeren in Obstgärten und auf Beerenplantagen wurde vorläufig auf ca. 458.000 t geschätzt, was einem Rückgang von ca. 6,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Erdbeerernte rückläufig

2026 ging die Erdbeerernte um ca. 6,2 % zurück und belief sich auf ca. 141.200 t. Ausschlaggebend für das Produktionsniveau waren die ungünstigen Wetterbedingungen während der Erntezeit. Unter anderem aufgrund der Verringerung der Anbaufläche wird die Himbeerernte etwa 60.900 t betragen und damit um etwa 23,0 % geringer ausfallen als im Vorjahr. Die endgültige Produktionsmenge hängt jedoch vom Ertrag der Herbstsorten ab.

Aufgrund des seit einigen Jahren anhaltenden Anstiegs der Anbauflächen wird die Gesamternte an Johannisbeeren (schwarze und bunte zusammen) etwa 117.200 t betragen, d.h. etwa 4,4 % mehr als im Vorjahr. Die Ernte von schwarzen Johannisbeeren wird um 7,6 % höher ausfallen und sich auf ca. 84.600 t belaufen, wobei die Erträge dieser Sorte aufgrund der Frühlingsfröste sowie der Hitzewelle im Juni regional unterschiedlich ausfallen. Es wird davon ausgegangen, dass die Qualität der Früchte aus der diesjährigen Ernte schlechter ist als in den Vorjahren. Die Ernteerträge bei Hochblaubeeren werden derzeit auf ca. 61.600 t geschätzt, was einem Rückgang von ca. 4,7 % gegenüber 2025 entspricht. Die Erzeugung von Aronia wird um 3,0 % auf ca. 41.400 t zurückgehen, die von Stachelbeeren um ca. 12,5 % auf ca. 5.000 t.

Die Erntemenge der übrigen Früchte von Obststräuchern und Beerenplantagen in Obstgärten wurde auf ca. 30.100 t geschätzt, d.h. um ca. 12,6 % weniger als 2025.