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Schweiz: Mehr Strauchbeeren als im Vorjahr erwartet

Jetzt gibt es wieder Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren aus Schweizer Produktion. Der Schweizer Obstverband erwartet dieses Jahr eine leicht höhere Strauchbeerenernte als 2025. 

Reife und unreife Heidelbeeren an einem Strauch in einem Feld unter bewölktem Himmel
© andreaskrone/AdobeStock

Der Schweizer Obstverband (SOV) rechnet mit einer erfreulichen Schweizer Strauchbeerenernte: 2.411 t Himbeeren, 923 t Heidelbeeren, 506 t Brombeeren und 303 t Johannisbeeren werden dieses Jahr erwartet.  Bis auf die Brombeeren liegt dieses Jahr die Ernteschätzung überall höher als im Vorjahr. Dies ist unter anderem auf die wachsenden Flächen zurückzuführen, denn die Beerenanbaufläche nimmt bei allen Beeren im Vergleich zum Vorjahr zu: Bei Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren um 3 %, bei Johannisbeeren um 10 %.

Die Ernte der Strauchbeeren ist bereits in vollem Gange. In der aktuellen Woche startete die Haupterntezeit für Himbeeren und Johannisbeeren. Dann werden wöchentlich über 170 t Himbeeren sowie rund 50 t Johannisbeeren erwartet. Bei den Heidelbeeren beginnt die Haupterntezeit nächste Woche mit über 100 t pro Woche, bei den Brombeeren Mitte Juli, mit einem wöchentlichen Ertrag von gut 50 t.

Wirksamer Schutz nötig

Strauchbeeren sind empfindlich. Sie mögen weder große Hitze noch Starkregen oder Hagel. Die extremen Wetterbedingungen der letzten Tage stellten die Beerenproduzentinnen und Beerenproduzenten daher vor Herausforderungen. Um eine stabile Versorgung mit hochwertigen Früchten sicherzustellen, werden viele Beeren in der Schweiz heute geschützt in Folientunnels oder Gewächshäusern angebaut. Diese Anbaumethoden ermöglichen eine bessere Planbarkeit der Ernte, eine höhere Qualität der Früchte und reduzieren gleichzeitig den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, da die Pflanzen unter geschützten Bedingungen weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind.


Wer Schweizer Beeren kauft, unterstütze nicht nur regionale Produzentinnen und Produzenten, sondern schone auch die Umwelt, heißt es in der Mitteilung. Denn hiesige Beeren würden erntefrisch und ohne lange Transportwege und Lagerzeiten zu den Konsumierenden gelangen. Auf diese Weise bleibe das intensive Aroma erhalten und der Genuss sei besonders hoch.