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Westfalia Fruit: Neue Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt - Ausbau von Strom aus erneuerbaren Energien

Westfalia Fruit hat eine aktualisierte globale Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt, die auf vier Schwerpunkten basiert: effiziente Wassernutzung, CO₂-Management, Abfallreduzierung und Schutz der Artenvielfalt.

Bäume und Wasserfläche
© Westfalia Fruit

Die Strategie sei bereits im gesamten Unternehmen sichtbar. Der Anteil erneuerbarer Energie am Betrieb des Unternehmens sei von 18 % im Jahr 2021 auf 58 % im Jahr 2025 gestiegen, und das Unternehmen arbeite gemeinsam mit Erzeugern und anderen internationalen Frischwarenunternehmen an der Wasserversorgung im chilenischen Aconcagua-Tal.

Die aktualisierte Strategie spiegele wider, wohin sich Westfalia Fruit als Unternehmen entwickeln will. Während das Unternehmen seinen Fokus verstärkt auf Avocados richte, will es bei den Themen, die für die Zukunft der Kategorie am wichtigsten seien – von Wasser und Klima bis hin zur Artenvielfalt –, eine Vorreiterrolle einnehmen und seinen Kunden glaubwürdige Belege für seine Fortschritte liefern. Die Strategie wurde mit fachlicher Unterstützung von NewForesight entwickelt und orientiere sich daran, wo das Unternehmen den größten Einfluss habe und was Kunden, Einzelhändler und Regulierungsbehörden erwarten. 

Jeder Geschäftsbereich verfüge über eine eigene Roadmap für die Bereiche Wasser, CO₂, Abfall und Biodiversität, die auf den Risiken und Chancen in der jeweiligen Region basiere, wobei die CO₂-Ziele an das langfristige Ziel des Konzerns gekoppelt seien, bis 2049 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen.

Strom aus erneuerbaren Energien 

2025 erreichte der Verbrauch an Strom aus erneuerbaren Energien bei Westfalia Fruit 34.653 MWh, gestützt sowohl durch die eigene Solarstromerzeugung vor Ort als auch durch zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energien, der über Instrumente wie I-RECs und Herkunftsnachweise bezogen wurde. Der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien in unseren Betrieben stieg von 18 % im Jahr 2021 auf
58 % im Jahr 2025. Dieser Wandel hat im gleichen Zeitraum zu einer Reduzierung der Scope-2-Emissionen um ca. 50 % beigetragen.

Mehrere Verpackungsbetriebe in Großbritannien, Peru, Chile, den USA und Frankreich werden mittlerweile zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben, was die Fortschritte bei der Abkehr von nicht erneuerbaren Stromquellen in den Betrieben verdeutliche.

Kohlenstoff in Bäumen und Böden

Auf seinen landwirtschaftlichen Betrieben arbeite Westfalia Fruit mit One Carbon World zusammen, um zu messen, wie viel Kohlenstoff in den Bäumen und Böden gespeichert ist. Auf acht Betrieben in Chile, Peru und Südafrika wurden Ausgangswerte ermittelt, wodurch das Unternehmen ein klareres Bild davon erhält, welche Rolle seine Obstplantagen für die gesamte Kohlenstoffbilanz spielen.

Wasser im Aconcagua-Tal

Im chilenischen Aconcagua-Tal, einer der wichtigsten Obstanbaugebiete des Landes, sei Westfalia Fruit Partner des gemeinsamen Aktionsprojekts „WAVE Aconcagua“. Seit 2021 bringe das Projekt 15 Erzeuger, internationale Frischwarenunternehmen sowie staatliche und fachliche Partner zusammen, um Risiken anzugehen, die kein einzelner Betrieb allein bewältigen kann, wie bspw. Wasserknappheit, Bodengesundheit und den Verlust der Artenvielfalt. Das Projekt hat Maßnahmenpläne auf Betriebsebene entwickelt und sich der „Mesa Hídrica del Valle del Aconcagua“ angeschlossen, dem wichtigsten Forum für Wassermanagement im Tal. 

„Nachhaltigkeit war von Anfang an Teil unserer Landwirtschaft“, sagt Johnathan Sutton, Leiter für Forschung, Entwicklung und Nachhaltigkeit bei Westfalia Fruit. „Der Unterschied besteht heute darin, dass wir dies Standort für Standort messen und entsprechend den Ergebnissen handeln. Der Anstieg des Anteils erneuerbarer Energie von 18 % auf 58 % zeigt, was dieser Ansatz bewirken kann. Wir wollen dieselbe Disziplin auch in den Bereichen Wasser, CO₂, Abfall und Biodiversität anwenden und dabei eng mit Erzeugern, Kunden und Partnern zusammenarbeiten.“

Die gleichen Fahrpläne gelten auch für Abfall und Biodiversität. In Südafrika bspw. stellen die Kundenabwicklungszentren in Midrand bis Ende 2026 auf zu 100 % recycelbare Verpackungen für Avocado- und Mangoprodukte um. Im Bereich Biodiversität tragen Aufforstungs- und Bestäubungsmaßnahmen in Peru dazu bei, natürliche Ökosysteme in den Regionen wiederherzustellen, in denen das Unternehmen anbaut.

Für die Kunden bedeute diese Strategie klarere Informationen darüber, wie ihr Obst produziert wird: Was wurde bereits erreicht, was befindet sich noch im Aufbau und wo kann eine Zusammenarbeit den Fortschritt beschleunigen? Dasselbe langfristige Denken präge die Art und Weise, wie Westfalia Fruit mit den Erzeugern und ihren Gemeinden zusammenarbeite – von den eigenen Obstgärten bis hin zu Partnerschaften mit Kleinbauern.