Tansanisches Erzeugerprogramm von Westfalia Fruit verzeichnet deutliches Wachstum
Westfalia Fruit arbeitet im Rahmen eines Erzeugerentwicklungsprogramms, das vor drei Jahren mit vier
Teilnehmern begann, mit über 350 Avocado-Kleinbauern in der Region Njombe in Tansania zusammen.
Einige dieser Erzeuger haben seitdem den Schritt vom Kleinbauern zum kommerziellen Erzeuger geschafft. Das Unternehmen reiste eigenen Angaben zufolge mit einer Delegation dieser Erzeuger nach Indien, um aus erster Hand zu sehen, wie ihre Früchte die indischen Verbraucher erreichen.
Das Programm wird gemeinsam mit Kibidula durchgeführt, dem wichtigsten Partner von Westfalia Fruit im Süden Tansanias. Die Erzeuger bewirtschaften in der gesamten Region Flächen zwischen 1 ha und 60 ha und beliefern das Verpackungszentrum von Kibidula, das mehr als 100 Mitarbeiter beschäftige und die Früchte für den Export sortiere und aufbereite. Kibidula hilft den Erzeugern dabei, die Fruchtqualität zu verbessern und die Anforderungen der internationalen Märkte zu erfüllen. Insgesamt unterstütze das Programm schätzungsweise mehr als 1.000 Haushalte.
Für viele Familien haben Avocados die wirtschaftliche Lage ihres landwirtschaftlichen Betriebs verändert. Der Zugang zu Exportmärkten habe neue Einnahmequellen geschaffen, Investitionen in Obstplantagen gefördert und die Zukunftsaussichten der Gemeinden in der gesamten Region gestärkt.
Für einige ging der Wandel noch weiter. Durch die enge Zusammenarbeit mit Westfalia Fruit und Kibidula haben sich etwa zehn Erzeuger, die als Kleinbauern dem Programm beigetreten waren, inzwischen zu kommerziellen Erzeugern entwickelt, die über größere Obstplantagen verfügen.
Partnerschaft weiter ausbauen
„Kleinbauern spielen eine wichtige Rolle beim Aufbau unserer Lieferbasis“, sagt Zac Bard, Leiter der neuen Beschaffungsstrategie bei Westfalia Fruit. „In Njombe bringen die Erzeuger das Land und ihr Engagement ein, und gemeinsam mit Kibidula stellen wir technische Unterstützung, eine hochmoderne Verpackungsanlage und den Zugang zu internationalen Märkten bereit. Wenn es den Erzeugern gut geht, profitiert die gesamte Gemeinschaft davon, und die Erzeuger reinvestieren, verbessern und erweitern ihre Avocado-Plantagen. Das ist die Art von Partnerschaft, die wir weiter ausbauen wollen.“
Die Delegation, die sich aus den Clustern Ng’anda, Wanging’ombe, Kifanya, Mgodechi und Makoga zusammensetzte, besuchte Mumbai und Hyderabad, um Kunden zu treffen, Groß- und Einzelhandelsmärkte zu besichtigen und die Reifungs- und Vertriebsanlagen von Westfalia Fruit Indien zu besichtigen. Für die meisten Erzeuger war es das erste Mal, dass sie einen Markt sahen, auf dem ihre Früchte verkauft werden. Zur Delegation gehörten auch Vertreterinnen der Erzeugerinnen, was die Rolle der Frauen bei der Entwicklung der Branche widerspiegele und dazu beitrage, dass die Vorteile des Marktzugangs breit geteilt werden.
Indien sei einer der vielversprechendsten Avocado-Märkte weltweit, angetrieben durch ein wachsendes Verbraucherbewusstsein, sich verändernde Ernährungsgewohnheiten und die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln. Westfalia Fruit beliefere diesen Markt größtenteils mit Avocados aus Afrika.
„Tansania verfügt über ein enormes Potenzial als Lieferant hochwertiger Avocados für internationale Märkte“, sagt Bard. „Wenn Erzeuger den Markt direkt erleben und verstehen, welche Qualitätsansprüche Kunden haben und was Verbraucher bevorzugen, treffen sie auf ihren Betrieben bessere Entscheidungen. Das hilft ihnen, ihre Betriebe zu stärken, und unterstützt das weitere Wachstum der tansanischen Avocado-Branche.“
Die Erkenntnisse der Delegation werden nun an die gesamte Erzeugergemeinschaft in Njombe weitergegeben, sodass der Nutzen weit über die Teilnehmer der Reise hinausgehe.