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Weniger Obst- und Gemüseimporte nach Baden-Württemberg

Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen bleibt die Küche in vielen Haushalten immer öfter kalt und es werden bevorzugt frisches Obst oder Salate mit Gemüse aller Art serviert. Damit verschiedenste Obst- und Gemüsesorten auch in unseren Breitengraden über das ganze Jahr ausreichend verfügbar sein können, wird ein Großteil aus dem Ausland importiert.

Eine Vielzahl von frischem Gemüse, darunter Kopfsalat, Radieschen, Karotten, Gurken, und Paprika, auf einem Tisch angeordnet.
© Alexander Raths/AdobeStock

Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik mitteilt, importierte Baden-Württemberg im Jahr 2025 insgesamt rund 1,6 Mio t Obst und Gemüse im Wert von fast 3,5 Mrd Euro aus dem Ausland, darunter mehr als 891.600 t Obst im Wert von 2,3 Mrd Euro sowie 672.300 t Gemüse im Wert von gut 1,1 Mrd Euro. 

Unter der Annahme, dass die eingeführte Gesamtmenge gleichmäßig auf die baden-württembergische Bevölkerung aufgeteilt wurde, waren das 139,2 kg Obst und Gemüse pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr ist die Einfuhrmenge von Obst und Gemüse insgesamt um rund 60.800 t bzw. 3,7 % gesunken. So hatte der Südwesten im Jahr 2024 noch 909.400 t Obst und gut 715.400 t Gemüse importiert, zusammengenommen also 144,5 kg pro Kopf.

Das meiste Obst und Gemüse kam im Jahr 2025 mit einem Anteil von 41,2 % aus Spanien. Weit dahinter folgten Lieferungen aus Italien (10,2 %) und den Niederlanden (9,2 %). Somit stammten 2025 mit 60,6 % nicht ganz zwei Drittel des nach Baden-Württemberg importierten Obsts und Gemüses aus diesen drei EU-Staaten. Zählt man die Einfuhren aus den anderen Mitgliedstaaten ebenfalls hinzu, wird die Bedeutung des EU-Binnenmarktes für den baden-württembergischen Obst- und Gemüsebezug noch eindrücklicher: Fast drei Viertel (74,3 %) der importierten Obst- und Gemüsewaren kamen aus der Europäischen Union.

Exportseitig war die Entwicklung wie bei den Importen rückläufig. Im Jahr 2025 verringerte sich die Menge der baden-württembergischen Obst- und Gemüseausfuhren ins Ausland im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % auf rund 63.257 t (138,7 Mio Euro). Zu den wichtigsten Zielländern gehörten im Jahr 2025 neben Österreich (17,4 %) auch Polen (11,3 %) und Frankreich (10,3 %).