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Wageningen: Neues Lichtmessprotokoll für LEDs bietet Klarheit für Erzeuger, Berater und Hersteller

LED-Systeme werden immer ausgefeilter. Sie sind dimmbar und bieten mehrere, unabhängig voneinander einstellbare Farbkanäle. Dies macht Lichtmessungen komplexer, während Erzeuger weiterhin die Gewissheit haben möchten, dass ihre Anlage wie versprochen funktioniert, erklärt Wageningen University & Research (WUR).

Tomaten im Gewächshaus
© MrsBrown/Pixabay

Als Reaktion darauf hat die WUR in Zusammenarbeit mit Herstellern und Beratern ein neues Lichtmessprotokoll entwickelt, das einen klaren, praktischen Standard für die Branche bietet.

Eine neue LED-Anlage ist eine erhebliche Investition, und Landwirte möchten sicher sein, dass sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten. Bislang basierten die Messungen jedoch noch auf einem Protokoll aus dem Jahr 2010. Seitdem haben sich sowohl die Sensortechnologie als auch die LED-Systeme rasant weiterentwickelt. Moderne Anlagen verwenden dimmbare Kanäle und variable Farbeinstellungen, Aspekte, die im alten Protokoll nicht berücksichtigt wurden. Auf Wunsch der Industrie hat die WUR daher ein neues Protokoll erstellt, das sich an der aktuellen Praxis orientiert.

Interviews mit Herstellern und Beratern halfen dabei, die wichtigsten Anforderungen zu definieren. Das Protokoll musste jeden Schritt spezifizieren, die Anzahl der Messpunkte festlegen und festlegen, welche Sensoren verwendet werden dürfen. Eine vollständige Messung musste innerhalb von 90 Minuten durchführbar sein. Die WUR hat eine Reihe von Sensoren in Forschungsgewächshäusern unter verschiedenen Lichtfarben, Temperaturen und Positionen getestet. Die Ergebnisse wurden in klare, praktische Anweisungen umgewandelt, mit denen jede LED-Installation innerhalb der erforderlichen Zeit zuverlässig gemessen werden kann.

Das neue Protokoll enthält ein Berechnungstool, in das Benutzer Messungen von allen Punkten eingeben können. Es generiert automatisch die Kennzahlen, die Landwirte sehen möchten, wie z. B. die durchschnittliche Lichtintensität pro Farbkanal und die Gleichmäßigkeit der Lichtverteilung im Gewächshaus.