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Schweiz: Positive Bilanz der Frühkartoffelsaison 2026 und Vorgaben für 2027

Die Schweizer Kartoffelbranche zieht eine insgesamt positive Bilanz der Frühkartoffelkampagne 2026. Wie swisspatat, die Branchenorganisation der Schweizer Kartoffelwirtschaft, mitteilt, waren sowohl die Erträge als auch die Qualität der Frühkartoffeln gut. Auch der Absatz sei größtenteils zufriedenstellend verlaufen.

viele Kartoffeln mit Erdresten

Der Übergang von den Lagerkartoffeln zur neuen inländischen Frühkartoffelernte stellte die Branche vor Herausforderungen. Aufgrund der hohen Erntemengen im Herbst 2025 waren die Lagerbestände im Frühjahr 2026 noch entsprechend umfangreich. Durch eine vorausschauende Planung und die Zusammenarbeit zwischen Produktion und Handel konnte die Kampagne dennoch erfolgreich umgesetzt werden.

Anbauplanung für 2027

Die Arbeitsgruppe Frühkartoffeln von swisspatat hat im Rahmen ihrer Herbstsitzung das Vermarktungskonzept für 2027 verabschiedet. Dieses wird sowohl für konventionelle als auch für Bio-Kartoffeln fortgeführt. Ziel bleibt eine bedarfsgerechte Anbauplanung, um Angebot und Nachfrage aufeinander abzustimmen.

Die Anbauflächen für Frühkartoffeln wurden 2026 gegenüber dem Vorjahr um knapp zehn Prozent reduziert, nachdem sie in den Jahren zuvor kontinuierlich gestiegen waren. Zwar fiel die Herbsternte 2026 aufgrund des heißen Sommers deutlich unterdurchschnittlich aus. Gleichzeitig könnten jedoch zusätzliche Mengen an Industriekartoffeln aufgrund zu niedriger Stärkegehalte oder einer unzureichenden Eignung für die industrielle Verarbeitung über den Speisekartoffelmarkt vermarktet werden.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt swisspatat, die Anbauflächen für Frühkartoffeln 2027 sorgfältig zu planen. Produzenten sollen ihre Flächen- und Sortenplanung frühzeitig mit den jeweiligen Abnehmern abstimmen. Damit soll eine bedarfsgerechte Versorgung des Marktes und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage sichergestellt werden.