„Dort lernen die Kinder der 3. bis 6. Klassen die komplexen und doch sehr unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Rollen kennen“, sagt Anke Schönfelder, Geschäftsführerin der KMG. In insgesamt fünf Modulen geht es zudem um den Lebenszyklus der Kartoffel, die Nachhaltigkeit und die Ernährung. „Die Kinder recherchieren und analysieren wie kleine Detektive woher Lebensmittel wie Reis, Nudeln und Kartoffeln stammen“, beschreibt Schönfelder diese Form des modernen Lernens.
Das Unterrichtsmaterial ist so aufgebaut, dass Lehrkräfte es auch kurzfristig einsetzen können. „Wenn in der Schule spontan eine Vertretungsstunde übernommen werden muss, können sich die Lehrkräfte das Material ohne weitere Vorbereitung herunterladen“, sagt Schönfelder. Sie freut sich, dass davon mit 840 Downloads schon rege Gebrauch gemacht worden ist. „Wir wollen die Kinder befähigen, zu mündigen Verbrauchern zu werden – ganz ohne erhobenen Zeigefinger“, sagt Schönfelder.
Auch die Erläuterung abstrakter Begriffe wie Nachhaltigkeit, Wertschöpfungskette und Regionalität stehen dabei auf dem Stundenplan. Mit den Punkten klimafreundliche Ernährung, Konsum, Landwirtschaft und Ressourcennutzung greift das Projekt zudem auf vier „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen auf.
Die KMG besteht aus Anteilen des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes, der Bundesvereinigung Erzeugergemeinschaften Kartoffeln sowie des Landvolks Niedersachsen und wird durch Beiträge von Landwirtinnen und Landwirten, Händlern und Packern getragen. Das Ziel der Kartoffelprofis ist es, neben dem Edutainment für die jungen Verbraucher von morgen, auch den Verbrauchern von heute die Vorzüge von Kartoffeln unterhaltsam näherzubringen.
Auf der Internetseite „Die Kartoffel“ und in den sozialen Medien stellen sie Kartoffelgerichte vor und zeigen aus Verbrauchersicht, was in der Kartoffel steckt. Und das das ganze Jahr über, weit über die Erntezeit hinaus. Weiter Informationen zum KNOLLEKTIV-Projekt gibt es hier.