Rosenkohlsaison startet in die Hauptphase
Die Nachfrage nach Rosenkohl hat sich mit der kälteren Witterung spürbar belebt. Im Vergleich zum niedrigpreisigen Vorjahr infolge des großen Angebots zeigt sich dieses Jahr ein anderes Bild. Es ist ausreichend Ware da, um den Bedarf zu decken, Druck besteht jedoch nicht.
Saisonüblich läutet der Oktober für viele Gemüsearten den Wechsel auf Importe aus dem Mittelmeerraum ein. Auf der anderen Seite startet für Rosenkohl erst jetzt, in den Wintermonaten, die Hauptvermarktungszeit. Saisonbedingt rückt das Wintergemüse mit dem Wechsel auf den November wieder stärker in den Vordergrund, was der Vermarktung zugutekommt. Gleichzeitig war zuletzt in den Niederlanden ein größeres Angebot vorhanden, das dort zu Preisrückgängen geführt hat. In der Folge wurden auch die deutschen Preise entsprechend angepasst. Dennoch stellt sich die Marktlage insgesamt günstiger dar als im Vorjahr, als ein zu großes Angebot den Markt über längere Zeit belastete. In dieser Saison fallen die Erntemengen offenbar etwas geringer aus, was die Preisbildung stützt. Aus Deutschland stehen derzeit ausreichende Mengen zur Verfügung, und auch die Erntebedingungen werden als gut beschrieben.
Werbeaktivität zieht an
In der aktuellen 45. Woche ist die Werbeaktivität sprunghaft gestiegen. Es wird 20-mal mit Rosenkohl geworben. Konventionell erzeugte Ware wird in dieser Woche zwischen 1,32 Euro/kg und 2,98 Euro/kg offeriert. Inzwischen sind die Preise im Endhandel für den 750-g-Beutel unter einen Euro gerutscht, was Spontankäufe anregen dürfte. Aus den Niederlanden stehen aktuell hohe Mengen zur Verfügung. Die Preise haben im Beneluxraum nachgegeben. Deutscher Rosenkohl kann sich den Preisvorgaben nicht entziehen und gibt ebenfalls leicht im Preis nach. Auch im bedeutenden Anbaugebiet Schleswig-Holstein stehen ausreichende Mengen bereit. Die Wachstumsbedingungen wie auch die Erntemöglichkeiten sind weiterhin gut. AMI