von Michael Schotten 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Parlamentarischer Abend: BVEO und DRV fordern bessere Rahmenbedingungen für Sonderkulturen

Die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) hat bei der zweiten Ausgabe des ‚Parlamentarischen Abends‘ am 4. November in Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV), den zahlreich erschienen Gästen und Branchenvertretern sowie Partnerverbänden auf die angespannte wirtschaftliche Lage der deutschen Obst- und Gemüsebaubetriebe aufmerksam gemacht. 

Bundestag bei Nacht

Unter dem Motto „Sonderkulturen in Deutschland – Praxis trifft Politik“ standen die drängendsten Herausforderungen und die Zukunftsfähigkeit der heimischen Erzeugung im Mittelpunkt. Vor allem wurde in den Reden vor steigenden Produktionskosten, die sich vielfach nicht mehr über die Verkaufspreise ausgleichen ließen, gewarnt. Insbesondere arbeitsintensive Sonderkulturbetriebe gerieten dadurch zunehmend unter Druck. Umso wichtiger seien daher „praxistaugliche Vorgaben und weniger unnötiger Verwaltungsaufwand“, forderte BVEO-Vorsitzender Johannes Bliestle. Ein zentrales Thema bleibe nach wie vor der Pflanzenschutz. „Unsere Betriebe benötigen wirksame und wissenschaftlich bewertete Lösungen, um Erträge und Qualität zu sichern. Wenn notwendige Mittel wegfallen, brauchen sie rechtzeitig praktikable Alternativen. Verlässliche und zügige Zulassungsverfahren sind dafür entscheidend“, so Bliestle. Zugleich wolle die Branche selbst neue Perspektiven schaffen. „Dazu gehört die Erschließung zusätzlicher Absatzmärkte im In- und Ausland. Die Unterstützung beim Zugang zu neuen Exportmärkten ist deshalb ein wichtiger Beitrag, den wir ausdrücklich begrüßen“, betonte Johannes Bliestle in Richtung von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. 

Grußwort des Bundesministers 

Dass sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer trotz eines vollen Terminkalenders die Zeit genommen hatte, zu der Abendveranstaltung im ‚Bistro Marie im Bundestag‘ zu kommen, wurde von den ausrichtenden Verbänden und den Teilnehmenden positiv gewürdigt. Auch inhaltlich traf der Minister, der dem Sonderkulturbereich Obst & Gemüse auch weiterhin Unterstützung versprach, in seiner Ansprache den Nerv der Anwesenden. „Wir brauchen den Obst- und Gemüsebau ebenso wie die übrigen Sonderkulturen. Sie sind ein unverzichtbarer Teil unserer Landwirtschaft“, sagte der Bundeslandwirtschaftsminister in Berlin. Um eine wirkungsvolle flankierende Politik zu ermöglichen, seien die Erfahrungen aus – und das Gespräch mit – der Praxis unentbehrlich. Dies sei umso wichtiger, als zahlreiche geopolitische Krisen ihren Tribut forderten und die Rahmenbedingungen für die Land- und Ernährungswirtschaft erheblich erschwert hätten. Vor diesem Hintergrund lobte Alois Rainer die verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit des Ministeriums mit der BVEO und dem DRV und sicherte Kontinuität in der beiderseitigen Zusammenarbeit zu. „Mein Haus wird Ihnen auch weiterhin zuhören und stets ansprechbar sein“, so der Bundeslandwirtschaftsminister. 
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