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Blumenkohl und dicht stehende Blattgemüse mithilfe von Technologie effizienter ernten und anbauen?

Wie kann man durch den Einsatz der richtigen Technologien Arbeitsaufwand einsparen, Erträge steigern und die Anbausicherheit verbessern? 

Blumenkohl
© thanamat/AdobeStock

Im Rahmen des neuen Interreg-Projekts SAFT (Smart AgriFoodTech Solutions) untersucht Inagro gemeinsam mit Partnern konkrete Anwendungen, u.a. im Freilandanbau von Blumenkohl und im Hydrokulturanbau von dicht gesäten Blattgemüsen.

Der Fokus liegt dem Unternehmen zufolge auf konkreten Lösungen mit gezielten Technologien, die auf aktuelle Herausforderungen in der Praxis eingehen und im landwirtschaftlichen Betrieb effektiv einsetzbar sind. 

Heute erfolgt die Ernte von Blumenkohl größtenteils manuell, und der Zeitpunkt der Erntereife wird anhand einer visuellen Einschätzung bestimmt. Das ist arbeitsintensiv und nicht immer ganz genau. Inagro untersucht, ob optische Techniken (wie Kameras und KI) dabei helfen können, die Erntereife objektiv zu bestimmen, selbst wenn der Blumenkohl noch von Blättern bedeckt ist.

Diese Technik soll zu folgenden Ergebnissen führen:

  • Arbeitsersparnis
  • Höhere Erträge durch bessere Einschätzung des Erntezeitpunkts
  • Langfristig Potenzial für (teilweise) Automatisierung

Bei Kulturen wie Feldsalat, Spinat und Rucola wird zunehmend die Möglichkeit des Anbaus mittels Hydrokultur geprüft. Der klassische Freilandanbau steht in den vergangenen Jahren aufgrund von Krankheiten und strengeren Vorschriften zunehmend unter Druck.

Die Hydrokultur kann eine Alternative bieten, muss jedoch ebenso automatisiert sein wie der Freilandanbau, um technisch und wirtschaftlich realisierbar zu sein. Die Automatisierung des gesamten Anbau- und Ernteprozesses sei daher entscheidend. Durch eine weitere Automatisierung des Systems können Erzeuger den Übergang vom Freilandanbau zur Hydrokultur reibungsloser vollziehen, ohne Abstriche bei Arbeitsaufwand und Ertrag machen zu müssen.

Um alle Techniken und Prototypen optimal auf die Praxis abzustimmen, werden die Erzeuger aktiv einbezogen. Die ersten Prototypen werden bei Inagro unter praxisnahen Bedingungen getestet. Der Fokus liege bewusst auf praxisorientierten Lösungen.