„Im vergangenen Jahr hatten wir mit extremen Wetterbedingungen zu kämpfen, konnten aber dennoch eine kontinuierliche Belieferung sowie gute Qualität gewährleisten – und darüber hinaus unsere Verkäufe auf dem deutschen Markt steigern“, erklärt Gerhard Eberhöfer, Produktmanager BIO bei VIP.
Mit rund 45.000 t Bio-Äpfel konnte sich Bio Vinschgau auch in der vergangenen Saison stabil am europäischen Markt behaupten. Die wichtigsten Absatzmärkte bleiben Deutschland, Skandinavien und das Vereinigte Königreich – doch auch das Interesse in anderen Teilen Europas, inklusive des italienischen Markts, wächst kontinuierlich.
Ein besonderer Wettbewerbsvorteil war die durchgängige Verfügbarkeit in den Sommermonaten – eine Phase, die für viele europäische Produzenten herausfordernd ist. „Im Apfelparadies“, betont Eberhöfer, Produktmanager Bio bei VIP, „gelingt es uns dank idealer klimatischer Bedingungen, Herausforderungen in Chancen zu verwandeln – und so Anbautechniken, Sortenwahl und Serviceleistungen für den Handel stetig zu optimieren.“
Ausbau des Sortiments und anziehende Nachfrage
VIP investiere weiter gezielt in innovative Sorten wie SweeTango®, Ambrosia™, Kanzi®, Cosmic Crisp®, sowie in resistente Sorten Bonita und Natyra®. Die neuen Pflanzungen erreichen zunehmend das Vollertragsstadium. „Jede Sorte wird ihr eigenes Zeitfenster für Ernte und Vermarktung haben – ohne Überschneidungen, ganz nach dem Prinzip: Der richtige Apfel zur richtigen Zeit“, erklärt Eberhöfer.
Auch die Prognosen für die Saison 2025/26 stimmen zuversichtlich: Im Vinschgau wird mit einer ähnlichen Menge an Äpfeln wie im vergangenen Jahr gerechnet, begleitet von einem leichten Anstieg der für die Verarbeitung vorgesehenen Mengen. Das übergeordnete Ziel bleibe: Die Hauptmärkte auch in der nächsten Kampagne zuverlässig und kontinuierlich zu bedienen.
Insgesamt erhole sich der europäische Bio-Apfelmarkt, mit einem Nachfragewachstum zwischen 1 % und 5 %. Einzelne Handelsketten innerhalb der EU weiten ihr Bio-Sortiment aus – sowohl hinsichtlich der Sortenvielfalt als auch der Preispositionierung – und bieten vermehrt Einstiegs- sowie Premiumprodukte neben dem Standardsortiment an. Gleichzeitig gehen die Importe aus der Südhalbkugel zurück – ein Signal, das die Position europäischer Produzenten wie VIP zusätzlich stärke.