Albert Heijn: Gemeinsam Lebensmittelverschwendung vermeiden
Wie sorgt man dafür, dass möglichst viele Lebensmittel auch wirklich verbraucht werden und möglichst wenig verloren geht? Indem man entlang der gesamten Lieferkette prüft, wo es smarter geht.
Albert Heijn arbeitet eigenen Angaben zufolge dafür mit Erzeugern und Lieferanten zusammen, ergreift Maßnahmen in unseren eigenen Betrieben und hilft den Kunden, auch zu Hause weniger Lebensmittel zu verschwenden.
Damit werden konkrete Ziele verknüpft. Bis 2030 soll die Lebensmittelverschwendung in den eigenen Abläufen – vom Distributionszentrum bis zur Verkaufsfläche – im Vergleich zu 2016 um 50 % reduziert werden. Auch weiter vorne in der Lieferkette soll der Lebensmittelverlust weiter reduziert werden. Bei den Obst- und Gemüselieferanten wird eine Verringerung des Lebensmittelverlusts um 50 % angestrebt. Bei den niederländischen und ausländischen Erzeugern sei das Ziel, diesen um 25 % zu senken.
Während der „Woche ohne Verschwendung“ (vom 7. bis einschließlich 13. September) zeige Albert Heijn anhand von drei Praxisbeispielen, wie gemeinsam mit Erzeugern und Lieferanten Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann. Bei Blumenkohl finde man für verschiedene Größen eine passende Verwendung und prüfe, wie so viel wie möglich vom Blumenkohl verwerten werden kann, vom Strunk bis zum Blatt. Bei Knoblauch sorge man dafür, dass die guten Zehen aus einer leicht beschädigten Knolle dennoch verwendet werden. Und bei Basilikum suche man nach cleveren Möglichkeiten, so viel wie möglich von der Ernte in den eigenen Produkten zu verarbeiten.
Blumenkohl: Mehr aus jeder Ernte
Der eine Blumenkohl wächst nun einmal schneller als der andere. Gerade wenn die Pflanze schnell wächst, kann es innerhalb einer Ernte erhebliche Unterschiede geben. Glücklicherweise können diese Unterschiede gerade geschickt genutzt werden. Der Blumenkohlzüchter Jonkman sortiere die Blumenkohlköpfe daher sorgfältig nach Größe. Die größeren Exemplare finden sich als regulärer Blumenkohl im Laden. Kleinere Blumenkohlköpfe werden als Kompaktformat angeboten, speziell für Kunden, die etwas weniger benötigen. Die kleinsten Exemplare können als Zutat in den Frischpaketen verwendet werden. So finde jede Größe eine passende Verwendung.
Und von einem Blumenkohl lässt sich mehr verwerten als nur die Röschen. Gemeinsam mit dem Obst- und Gemüseverarbeiter Koninklijke Vezet habe Albert Heijn daher den gesamten Blumenkohl unter die Lupe genommen. Mittlerweile stellen sie aus dem Strunk Blumenkohlreis her und verarbeiten die Blätter zu Suppengemüse. Diesen Ansatz wenden sie gemeinsam mit Koninklijke Vezet auch auf andere Produkte anwenden, wie bspw. Zucchini und Paprika, die ebenfalls von Kopf bis Fuß verarbeitet werden.
Knoblauch: Alle guten Zehen verwerten
Eine Knoblauchknolle besteht im Durchschnitt aus zwölf Zehen. Manchmal ist eine davon beschädigt, wodurch die Knolle nicht mehr als Ganzes verkauft werden kann. Das ist schade, denn die anderen Zehen sind dann oft noch von guter Qualität. Gemeinsam mit dem Bio-Knoblauchanbauer TruGarlic und dem Lieferanten Bakker Barendrecht sorge Albert Heijn daher dafür, dass diese Zehen dennoch verwertet werden. Die Knolle wird geöffnet und die brauchbaren Zehen sorgfältig ausgewählt. Anschließend werden sie als einzelne Knoblauchzehen verwendet, z.B. als Zutat in den Frischpaketen. So muss eine beschädigte Zehe nicht bedeuten, dass der Rest der Knolle verloren geht.
Basilikum: Das Positive sehen
Der niederländische Basilikum-Erzeuger De Kruidenaer baut das ganze Jahr über frisches Basilikum im Gewächshaus an. Für die Frischkräuter-Verpackungen werden Zweige ausgewählt, die von der Größe her gut in die Verpackung passen. Gemeinsam mit „De Kruidenaer“ und dem Hersteller „Bouter Borrelgemak“ prüfe Albert Heijn, wie so viel Basilikum wie möglich verwertet werden kann. Basilikum, das nicht in die Frischkräuterverpackung gelange, könne bspw. in Pesto verarbeitet werden.