von Inga Detleffsen 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Wenn der Tomaten- zum Konsumentenversteher wird

„Wie viele Tomaten essen Sie eigentlich?“, fragte Loes Van der Velden, Sales & Marketing Managerin bei Den Berk Délice, auf der Bühne des Deutschen Obst & Gemüse Kongress (DOGK) in Düsseldorf. Denn trotz teils umfangreicher Sortimente im Einzelhandel findet sie, dass es noch deutliche Konsumlücken bei Tomaten gibt. Wie daraus Kategoriewachstum wird?

Loes van der Velden von Den Berk Délice
„Eine gesunde Wahl muss einfacher und Frische sichtbarer werden", stellte Loes van der Velden fest.
© Richard Theemling

Für Loes van der Velden ist die Hürde im Konsumalltag offensichtlich: „Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wollen sich gesünder ernähren, setzen es dann im Alltag aber nicht um.“ Bei Den Berk Délice sehe man sich daher nicht nur als Tomaten-, sondern auch als „Verhaltensspezialist", denn es gehe auch darum zu verstehen, woran diese Inkonsequenz liege. 

Aus diesem Grund habe man sechs unterschiedliche Shopper-Profile erstellt: Everyday Health Builders, Freshness Guardians, Food Enthusiasts, Routine-Led Shoppers, Occasion-Led Deciders sowie Smart Value Seekers. 

Neue Verzehrmomente braucht das Land!

Speziell für den deutschen Markt seien die Everyday Health Builders sowie die Freshness Guardians von Bedeutung, da diese beiden Gruppen zusammen fast die Hälfte der Käuferstruktur abbildeten, so Loes van der Velden. Gemeinsam haben sie den Fokus auf Gesundheit und Vertrauen, ebenso legten beide Profile besonderen Wert auf Frische und Alltagstauglichkeit. „Wer hier wachsen will muss wissen, wie man eine gesunde Wahl einfacher und Frische sichtbarer macht – und wie man mehr Anlässe schafft, Tomaten zu konsumieren“, stellte die Sales & Marketing Managerin fest. 

Denn bisher finden sich Tomaten eher in klassischen Mahlzeiten, etwa im Salat oder in Pastagerichten. Es gehe nun nicht primär darum, mehr Käufe unter den bisherigen Konsumentinnen und Konsumenten zu schaffen, sondern vielmehr, neue Verzehrmomente zu entwickeln – Tomaten also z.B. als Snack, zum Aperitif oder als schnelle Lunch-Lösung zu vermarkten. In Zukunft werde es immer wichtiger, die Verbraucher umfassender zu verstehen und ihnen die Entscheidung möglichst einfach zu machen. „Da liegt der Schlüssel für Wachstum“, war sich Loes van der Velden sicher.