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VIP schließt Bio-Saison ab und blickt auf 2026/27

In einem Jahr, das von hohen europäischen Mengen und geopolitischen Herausforderungen geprägt war, hat VIP – der Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse – nach eigenen Angaben seine Position im Bio-Apfelsektor behauptet. Dank der internationalen Präsenz und des modernen Abpackzentrums sei es gelungen, die Produktplatzierung bis zum Ende der Saison zu gewährleisten. Der Verband zieht eine positive Bilanz und blickt zuversichtlich auf die Saison 2026/27.

Gerhard Eberhöfer, Bio-Verkaufsleiter bei VIP, vor grünen Apfelkisten
Gerhard Eberhöfer, Bio-Verkaufsleiter bei VIP
© VIP

Gerhard Eberhöfer, Bio-Verkaufsleiter bei VIP, erklärt: „Die zu Ende gehende Saison erforderte ein außerordentliches Engagement und ein hohes Maß an Flexibilität in der Vermarktung. Angesichts einer Rekordproduktion von Bio-Äpfeln in Europa und eines stark durch lokale Produkte dominierten deutschen Marktes ist es VIP gelungen, das Vertriebsnetz auszubauen, neue Kunden zu gewinnen und die Mengen mit bestehenden Partnern zu konsolidieren.“

Eine wichtige Grundlage dafür bildeten nach Angaben des Verbands die Investitionen der vergangenen Jahre sowie die Qualitätsorientierung der Vinschgauer Produzenten. Das Bio-Abpackzentrum von VIP habe das Arbeitsvolumen bewältigt und logistische Schwierigkeiten aufgefangen, die durch die jüngsten Spannungen im Nahen Osten verschärft worden seien.

Bis Anfang September sollen die Lieferungen der Ernte 2025 abgeschlossen sein. Eine Ausnahme bildet Golden Delicious: Die Sorte bleibt nach Angaben von VIP zwölf Monate im Jahr verfügbar und ermöglicht ab Oktober einen nahtlosen Übergang zur neuen Ernte.

Höhenlage und Wassermanagement 

Das Produktionsjahr 2026 stellte die Vinschgauer Apfelproduzenten laut VIP mit einem überdurchschnittlich heißen und niederschlagsarmen Sommer vor erhebliche Herausforderungen. Die Höhenlage der Vinschgauer Apfelanlagen zwischen 500 m und 1.100 m habe dabei geholfen, die Auswirkungen der hohen Temperaturen abzumildern. Darüber hinaus habe die konstante Wasserverfügbarkeit, die seit Jahrzehnten durch Tropfbewässerung gesteuert werde, die landwirtschaftliche Tätigkeit abgesichert.

Die hohen Temperaturen im August wirkten sich nach Angaben des Verbands insbesondere auf die Ausfärbung von Gala aus. Die Farbentwicklung sei gut, erreiche jedoch nicht das außergewöhnlich hohe Niveau der vergangenen Jahre. Bei den übrigen roten und zweifarbigen Sorten dürften die für September erwarteten kühleren Temperaturen die weitere Ausfärbung begünstigen.

Mengen nur leicht unter Vorjahr

Für die Ernte 2026 erwartet VIP weiterhin hohe Mengen, allerdings rund 5 % weniger als im Vorjahr. Damit sieht sich der Verband weiterhin gut aufgestellt. „Für die Kunden im Lebensmitteleinzelhandel und Fachhandel bedeutet dies vor allem Planungssicherheit: VIP kann Bio-Äpfel kontinuierlich über zwölf Monate im Jahr anbieten und damit eine verlässliche Versorgung über die gesamte Vermarktungssaison gewährleisten“, heißt es in der Mitteilung.

Nach Angaben von VIP zeigen offizielle Statistiken trotz internationaler Turbulenzen, dass der Bio-Sektor in den meisten europäischen Ländern seinen Wachstumstrend fortsetzt. Vor diesem Hintergrund setzt der Verband für die Saison 2026/27 nach eigenen Angaben auf kontinuierliche Verfügbarkeit, zuverlässige Lieferungen, Service und Produktqualität.

Tropfbewässerung in einer Apfelanlage im Vinschgau.
Eine zuverlässige Wasserversorgung über Tropfbewässerung hat die Produktion im Vinschgau trotz des heißen und niederschlagsarmen Sommers abgesichert.
© VIP