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Schweiz: Bürokratieabbau wird vorangetrieben

Der Schweizer Regierung, der Bundesrat, hat das Verordnungspaket 2026 verabschiedet und damit weitere Schritte zum Bürokratieabbau in der Landwirtschaft eingeleitet. Ziel ist es, den Bauern mehr unternehmerischen Handlungsspielraum zu geben. Dazu sind unter anderem Vereinfachungen bei den Direktzahlungen vorgesehen. 

Birnen unter einem Hagelnetz
© Schweizer Obstverband

Bestimmte Biodiversitätsförderflächen auf Ackerland werden zusammengefasst. Zudem werden Vorgaben bei den Produktionssystembeiträgen gelockert. Weitere Entlastungen betreffen den Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN). Die Pflicht zu Bodenuntersuchungen auf allen Parzellen wird aufgehoben. Daneben werden die Vorschriften im Pflanzenschutz angepasst, um die Zahl der erforderlichen Sonderbewilligungen zu verringern. Darüber hinaus will die Regierung die wirtschaftliche und soziale Lage der Bauernfamilien umfassender bewerten. Künftig soll dabei neben dem landwirtschaftlichen Arbeitsverdienst auch das gesamte Haushaltseinkommen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung berücksichtigt werden. Insgesamt werden mit dem Paket 19 Verordnungen geändert. Nach dem 2025 gestarteten Aktionsplan für Kontrollen auf Landwirtschaftsbetrieben ist dies der zweite Schritt einer umfassenderen Vereinfachungsstrategie. Weitere Erleichterungen sind im Rahmen der Agrarpolitik ab 2030 vorgesehen. Die neuen Regelungen treten zum 1. Januar 2027 in Kraft.

Anpassung an Klimawandel verbessern

Außerdem hat die Regierung eine neue Strategie zur Anpassung an den Klimawandel für die Jahre 2026 bis 2031 verabschiedet. Angesichts zunehmender Hitze und Trockenheit sollen Risiken für Umwelt, Wirtschaft und die Bevölkerung begrenzt werden. Die Strategie umfasst 30 Handlungsfelder und wird durch einen Aktionsplan mit 56 Maßnahmen umgesetzt. Schwerpunkte sind der Schutz der Bevölkerung vor Hitzebelastungen, ein besseres Was-sermanagement bei Trockenheit sowie der Umgang mit Naturgefahren. Zudem hat der Bundesrat zusätzliche Maßnahmen für das Hitzemonitoring und den Gesundheitsschutz von Menschen  und Tier beschossen. Die Grundlage dafür bilden die Klimarisikoanalyse 2025 und die aktuellen Klimaszenarien der Schweiz.
AgE