In der Preisentwicklung an den Großmärkten spiegele sich zudem noch die hohe Werbeintensität der Vorwoche wider. Zu Beginn der 31. Woche sei der durchschnittliche Großhandelsabgabepreis für deutsche Salatherzen im Vergleich zur Vorwoche gestiegen, das Vorjahresniveau werde inzwischen um fast 37 % übertroffen.
Auf Verbraucherebene hätten die zahlreichen Angebotsaktionen in der 30. Woche Wirkung gezeigt: Der durchschnittliche Verbraucherpreis sei um 3 % gegenüber der Vorwoche gesunken. Eine Wirkung auf die Nachfrage sei jedoch weitgehend ausgeblieben: der Anteil der Haushalte, die Salatherzen kauften, sei gegenüber der Vorwoche nicht weiter gestiegen, habe aber im Vergleich zu den Vorjahren überdurchschnittlich hoch gelegen. Möglicherweise seien Salatherzen für einige Verbraucherinnen und Verbraucher, die sonst Kopf- oder Eissalat gekauft hätten, ein Ersatzprodukt gewesen.
Trotz der Angebotslücke habe der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) Salatherzen in der 30. Woche massiv beworben: Die Zahl der Werbeanstöße habe sich innerhalb einer Woche auf 22 verdoppelt und damit auch deutlich über dem Vorjahresniveau gelegen. Die Aktionspreise hätten bei 0,25 Euro pro Stück begonnen. In der aktuellen 31. Woche falle die Zahl der Werbeanstöße wieder niedriger aus: Insgesamt seien Salatherzen elfmal in den Werbezetteln des LEH vertreten gewesen, mit Netto Markendiscount und Penny als beteiligten Discountern. Die Aktionen starteten bei umgerechnet 0,33 Euro pro Stück – der niedrigste Aktionspreis liege damit um 32 % über dem Niveau der Vorwoche.