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Österreich und Schweiz reagieren auf Dürrekrise

Die anhaltende Hitze und Trockenheit setzt die Landwirtschaft in Österreich und der Schweiz unter Druck. Während die Landwirtschaftskammer Österreich ein konkretes Hilfspaket für die Betriebe fordert, hat die Schweizer Regierung bereits Maßnahmen beschlossen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Dürre abzufedern.

Getrocknetes, abgeerntetes Feld mit vertrockneten Pflanzenresten unter Sonnenlicht am Horizont
© Tanja Esser/AdobeStock

Angesichts der extremen Trockenheit in diesem Jahr fordert der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Josef Moosbrugger, ein konkretes Hilfspaket für die Landwirtschaft. Im Mittelpunkt sollten unter anderem die Stundung der Agrarinvestitionskredite und der Sozialversicherungsbeiträge stehen.

Dabei gehe es nicht darum, wer mehr biete oder fordere, sondern um gut ausgewogene, effiziente und vor allem politisch umsetzbare Unterstützungsmaßnahmen, betonte Moosbrugger.

Die Landwirtschaftskammer arbeite nach seinen Angaben bereits seit Langem und in allen Sektoren daran, den Landwirten Instrumente zur Anpassung an die sich verändernden Bedingungen anzubieten. Moosbrugger unterstrich zudem die Notwendigkeit eines umfassenden Risikomanagements zur Minimierung des unternehmerischen Risikos der Landwirtschaftsbetriebe. Das reiche von der Wahl verschiedener Einkommensstandbeine, Kulturen und Sorten bis hin zu Versicherungsmöglichkeiten.

Auch die Schweiz kämpft mit den Folgen der anhaltenden Trockenheit und hat inzwischen konkrete Maßnahmen zur Entlastung der Landwirtschaft auf den Weg gebracht. Angesichts der großen Hitze und anhaltenden Trockenheit hat die Schweizer Regierung ein Maßnahmenpaket vorgestellt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Dürrekrise abzufedern. Die Betriebe erhalten die vollen Direktzahlungen auch dann, wenn einzelne Vorgaben aufgrund der Trockenheit nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können. Landwirtschaftsbetriebe, die infolge der Trockenheit in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, können zur Überbrückung zinsfreie Betriebshilfedarlehen beantragen.

Darüber hinaus fördert der Bund weiterhin die Anpassung der Landwirtschaft an die Auswirkungen des Klimawandels im Rahmen der „Klimastrategie Landwirtschaft und Ernährung 2050“. Unter anderem werden zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um Bewässerungs- und Wasserversorgungsprojekte auf Landwirtschaftsbetrieben zu realisieren. Im Rahmen des Ressourcenprogramms unterstützt der Bund zudem Projekte zum Wassermanagement sowie zur klimaangepassten Bodenbewirtschaftung. AgE