Der Anbau von Birnen und Äpfeln hat in Oberösterreich eine lange Tradition. Insgesamt sind 320 Obstbaubetriebe im Erwerbsobstbau tätig. Entgegen dem österreichischen Trend seien die Anbauflächen in Oberösterreich weitgehend stabil bzw. würden sogar leicht wachsen, so die LK OÖ.
Trockenheit und Klimawandel stellen die Branche jedoch vor zunehmende Herausforderungen. Um auch künftig qualitativ hochwertiges Tafelobst produzieren zu können, seien Investitionen in Wassermanagement, Forschung und Klimaanpassung notwendig, erklärte LK-Präsident Franz Waldenberger beim Saisonauftakt auf dem Kronbergerhof der Familie Roithmeier in Scharten.
Auch bei der Risikoabsicherung sieht die Branche Handlungsbedarf. Andreas Hoffelner, Obmann der OÖ Obstbauern, fordert, Ernteversicherungen gegen Dürreschäden künftig für weitere Obstkulturen anzubieten. Derzeit stehen diese laut LK OÖ für Äpfel und Holunder zur Verfügung. Die Betriebe könnten sich dadurch besser gegen zunehmende Wetterextreme absichern.