1 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Österreich: Trockenheit sorgt für kleinere Äpfel und Birnen

Die anhaltende Trockenheit hat in vielen Birnen- und Apfelanlagen in Oberösterreich in diesem Jahr zu kleineren Früchten und teilweise geringeren Erträgen geführt. Die Qualität der heimischen Früchte sei dennoch ausgezeichnet, teilte die Landwirtschaftskammer Oberösterreich (LK OÖ) zum Saisonauftakt der Birnen- und Apfelernte mit.

Drei Vertreter des oberösterreichischen Obstbaus stehen mit Schalen voller Birnen in einer Apfelanlage.
(v.l.) Georg Roithmeier, LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger und der Obmann der OÖ Obstbauern Andreas Hoffelner
© LK OÖ

Der Anbau von Birnen und Äpfeln hat in Oberösterreich eine lange Tradition. Insgesamt sind 320 Obstbaubetriebe im Erwerbsobstbau tätig. Entgegen dem österreichischen Trend seien die Anbauflächen in Oberösterreich weitgehend stabil bzw. würden sogar leicht wachsen, so die LK OÖ.

Trockenheit und Klimawandel stellen die Branche jedoch vor zunehmende Herausforderungen. Um auch künftig qualitativ hochwertiges Tafelobst produzieren zu können, seien Investitionen in Wassermanagement, Forschung und Klimaanpassung notwendig, erklärte LK-Präsident Franz Waldenberger beim Saisonauftakt auf dem Kronbergerhof der Familie Roithmeier in Scharten.

Auch bei der Risikoabsicherung sieht die Branche Handlungsbedarf. Andreas Hoffelner, Obmann der OÖ Obstbauern, fordert, Ernteversicherungen gegen Dürreschäden künftig für weitere Obstkulturen anzubieten. Derzeit stehen diese laut LK OÖ für Äpfel und Holunder zur Verfügung. Die Betriebe könnten sich dadurch besser gegen zunehmende Wetterextreme absichern.