Die Kartoffel, so teilt die Landwirtschaftskammer Niederösterreich mit, zählt zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln des Landes. Laut der Versorgungsbilanz von Statistik Austria lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2025 bei 54 kg und damit 9,7 % über dem Vorjahreswert. Um die Nachfrage zu decken, wurden Kartoffeln auf insgesamt 20.686 ha angebaut. Davon entfielen 16.713 ha auf den konventionellen und 3.973 ha auf den ökologischen Anbau. Nach Angaben der AMA-Marketing gewinnt insbesondere der Bio-Anbau weiter an Bedeutung.
„Gerade bei Lebensmitteln des täglichen Bedarfs wünschen sich Konsumentinnen und Konsumenten Orientierung und Verlässlichkeit. Das bieten Produkte mit AMA-Gütesiegel oder dem AMA-Biosiegel. Die Kartoffel zeigt beispielhaft, wie Qualität und Herkunft entlang der gesamten Wertschöpfungskette an Bedeutung gewinnen und Kaufentscheidungen beeinflussen“, erklärt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Rekordernte im Jahr 2025
Nach einer zweijährigen Ausweitung der Anbauflächen und günstigen Witterungsbedingungen erzielte Österreich 2025 mit mehr als 800.000 t die bislang größte Kartoffelernte. Aufgrund der hohen Erntemengen befinden sich nach Angaben der Branche weiterhin Lagerkartoffeln aus heimischer Produktion im Handel. Gleichzeitig kommen nun die ersten Frühkartoffeln der neuen Ernte auf den Markt. Sie zeichnen sich durch ihre besonders dünne Schale und einen feinen Geschmack aus. Die sogenannte Losschaligkeit gilt als typisches Qualitätsmerkmal frisch geernteter Frühkartoffeln.
Frühkartoffeln erfordern intensive Feldarbeit
Der frühe Saisonstart ist das Ergebnis einer mehrmonatigen Kulturführung. Von der Sortenwahl über die Bodenbearbeitung bis zur Ernte seien Fachwissen, Erfahrung und die Anpassung an die jeweiligen Witterungsbedingungen entscheidend, betont Lorenz Mayr, Kartoffelbauer und Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. „Hinter jeder Ernte stehen viel Erfahrung, hoher Arbeitseinsatz und die Fähigkeit, sich laufend an klimatische Bedingungen anzupassen. Wir Bäuerinnen und Bauern investieren kontinuierlich in Qualität und bieten dadurch Versorgungssicherheit – Leistungen, die oft erst sichtbar werden, wenn die Produkte im Regal liegen“, so Mayr.