Die Konsolidierung unter den Erzeugern schreitet laut einem aktuellen Bericht der Rabobank jedoch weiter voran: 31 % der Anbaufläche entfielen demnach 2025 auf die zehn größten Anbauer. 2015 bewirtschafteten die zehn größten Betriebe lediglich 23 % der Fläche. Im Sommer erreicht die niederländische Gurkenproduktion traditionell ihren Höhepunkt, während die Erträge im Winter geringer ausfallen. Durch den Einsatz von Beleuchtung im Anbau wird diese saisonale Produktionsspitze jedoch zunehmend abgeflacht. Auf rund 25 % der Anbaufläche kommt dem Rabobank-Report zufolge inzwischen Beleuchtung zum Einsatz, meist LED-Beleuchtung. Sie ermöglicht nicht nur eine Verlängerung der Anbausaison, sondern auch eine höhere Produktion auf derselben Fläche. Eine Steigerung des Ertrags um 40 % bis 50 % je Quadratmeter ist bei der eingesetzten Lichtintensität keine Seltenheit.
Viele Gurkenanbaubetriebe nutzen zudem Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Erzeugung von Wärme, Strom und CO₂. Der erzeugte Strom wird – neben dem Einsatz für die Beleuchtung – auch in das öffentliche Netz eingespeist und verkauft. Fast die Hälfte der in den Niederlanden angebauten Gurken geht nach Deutschland. Lediglich 17 % verbleiben im niederländischen Markt. Weitere 14 % werden in das Vereinigte Königreich exportiert, 11 % nach Belgien, 2 % nach Schweden, 1 % nach Frankreich und 7 % in andere Länder. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Snackgurken. In den Niederlanden und Deutschland entfallen inzwischen fast 20 % der gesamten Verbraucherausgaben für Gurken auf Snackvarianten.