Damit lag der Import mehr als 10 % über dem Vorjahreswert. Das geht aus dem Factsheet „Meloen“ des Branchenverbands GroentenFruit Huis hervor. Das Importwachstum wird demnach vor allem von Wassermelonen getragen. Sie machen inzwischen 52 % der gesamten niederländischen Melonenimporte aus. Die wichtigsten Lieferländer sind Brasilien, Spanien und Costa Rica. Zusammen entfallen auf die drei Herkunftsländer 77 % der niederländischen Melonenimporte. Auch als Umschlagplatz für den europäischen Markt spielt die Niederlande eine wichtige Rolle. Rund 90 % der importierten Melonen werden wieder in andere europäische Länder exportiert. Zu den wichtigsten Abnehmern zählen Deutschland, Belgien, Schweden und Polen.
Im niederländischen Lebensmitteleinzelhandel ist die Wassermelone ebenfalls mit deutlichem Abstand die beliebteste Melonenart. Sie kommt auf einen Anteil von 51 % am gesamten Melonenabsatz. Es folgen Galia-Melonen mit 32 % und Cantaloupe-Melonen mit 13 %. Auffällig ist der hohe Anteil verarbeiteter bzw. küchenfertiger Ware: Die Hälfte der verkauften Wassermelonen wird bereits geschnitten oder teilweise geschnitten angeboten, etwa in Form von Spalten. Trotz des gestiegenen Melonenkonsums liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in einigen anderen europäischen Ländern noch höher. In Deutschland werden durchschnittlich 4,7 kg Melonen pro Person und Jahr konsumiert, in Großbritannien sind es 4,2 kg.