Neue Erkenntnisse zur Färbung bei Tomaten
Welchen Einfluss haben Klima, Entfeuchtung und Nährstoffaufnahme auf die Farbunregelmäßigkeiten bei Strauchtomaten?
Mit dieser Frage startete „Kas als Energiebron“ bei HortiTech eine praxisorientierte Untersuchung, bei der Klimastrategie, Pflanzenbilanz und Pflanzenaktivität im Mittelpunkt stehen. Während der Besichtigung der Gewächshäuser am 12. Mai erhielten Erzeuger und Partner einen exklusiven Einblick in den Versuch, und die ersten Erkenntnisse wurden vorgestellt.
Acht Monate lang wurden vier inhaltlich unterschiedliche Gewächshausabteilungen, bepflanzt mit den Sorten Macxize und Showvine, intensiv beobachtet und u.a. hinsichtlich Energieverbrauch, Klimastabilität, Pflanzenaktivität, Nährstoffaufnahme und anbaulicher Leistung bewertet. Das gemeinsame Ziel war klar: die Entwicklung einer Methode und der dazugehörigen Rahmenbedingungen, um Farbunregelmäßigkeiten im Anbau von groben Tomaten zu reduzieren.
Während der Besichtigungstour konnten die Erzeuger die Pflanzen mit eigenen Augen begutachten und die Unterschiede zwischen den Abteilungen direkt vergleichen. Nach einer zentralen Einführung wurden die Teilnehmer in vier Gruppen aufgeteilt. Sie gingen nacheinander durch die Parzellen und führten fachliche Gespräche mit dem Forscher Daan van den Bergh, dem Erzeuger Ary de Jong, René Zwinkels und Cees Maan. Das Konzept sorgte für einen offenen Austausch von Praxiserfahrungen, kritischen Fragen und fachlichen Diskussionen – genau dort, wo Forschung und Praxis aufeinandertreffen.
Neben den sichtbaren Unterschieden bei den Pflanzen wurden auch die gesammelten Pflanzendaten und die im Rahmen des Versuchs angewandten Klimaregelungen näher beleuchtet. Dabei wurde deutlich, wie sich verschiedene Strategien zur Entfeuchtung und Klimasteuerung auf die Pflanzenbilanz und die Produktqualität auswirken.