Auch bei der Qualität zeigt sich der Verband zuversichtlich. Ein großer Teil der Früchte dürfte nach Einschätzung von Verbandsdirektor Iurie Fală einen Durchmesser von 70 mm oder mehr erreichen. Bei den roten Sorten hätten zudem die Unterschiede zwischen Tages- und Nachttemperaturen die Ausfärbung begünstigt.
Auch die Witterung spielte bislang überwiegend mit. Niederschläge im Frühjahr und im Juni sorgten laut Moldova Fruct für ausreichende Wasserreserven im Boden. Regional kam es zwar zu Hagelschäden in ungeschützten Plantagen, auf die landesweit erwartete Erntemenge dürften diese nach Einschätzung des Verbands jedoch keinen wesentlichen Einfluss haben.
Die Prognose basiert auf Informationen von Mitgliedsbetrieben aus den wichtigsten Apfelanbaugebieten des Landes sowie auf Einschätzungen von Fachleuten. Nach Abschluss der Ernte will Moldova Fruct die Zahlen im November aktualisieren.
Das erwartete Mengenplus ist auch mit Blick auf den europäischen Markt interessant: Für die EU wird 2026 insgesamt eine deutlich kleinere Apfelernte erwartet. Besonders kräftig dürfte der Rückgang in Polen ausfallen.