Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat am Abend des 14. September bei einem Besuch der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im italienischen Parma dafür geworben, die europäischen Genehmigungsverfahren für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe zu beschleunigen und effizienter zu gestalten, teilt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit. Rainer ist der erste deutsche Landwirtschaftsminister, der die EFSA seit deren Gründung vor fast 25 Jahren besucht hat.
Bundesminister Rainer: „Unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen wirksame und verlässliche Mittel für den Pflanzenschutz. Das sichert Ernten, Einkommen und nicht zuletzt unsere Ernährungssicherheit. In Deutschland haben wir die Zulassungen bereits auf Kurs gebracht: Die Verfahren sind wieder geordnet und laufen erheblich schneller. Bei den Wirkstoffen für Pflanzenschutzmittel liegt der entscheidende Hebel aber in Europa – und dort fallen seit Jahren mehr Wirkstoffe weg, als neue hinzukommen. Ich danke dem Geschäftsführenden Direktor der EFSA, Dr. Nikolaus Kriz, für den konstruktiven Austausch und die wichtige wissenschaftliche Arbeit der EFSA für die Lebensmittelsicherheit in Europa. Wir sind uns einig, dass wir die Genehmigungsverfahren in Europa vereinfachen und effizienter aufstellen müssen. Damit neue Lösungen früher bei den Betrieben ankommen. Deutschland bringt dafür seine fachliche Expertise ein – bei effizienteren Verfahren ebenso wie bei neuen Ansätzen, etwa dem Einsatz von Drohnen für möglichst präzisen Pflanzenschutz. Diese Zusammenarbeit wollen wir in Zukunft intensivieren. Perspektivisch müssen wir auch darüber sprechen, wie wir die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Europa stärker harmonisieren können.“