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Hapag-Lloyd: Nahost-Konflikt belastet verbessertes Ergebnis

Hapag-Lloyd hat im zweiten Quartal 2026 sein operatives Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen leicht gesteigert. Das Konzern-EBITDA erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 829 Mio US-Dollar (712 Mio Euro). Gleichzeitig gingen das EBIT auf 176 Mio US-Dollar (150 Mio Euro) und das Konzernergebnis auf 83 Mio US-Dollar (71 Mio Euro) zurück.

Ein Schiff mit Kühlcontainern vor der chilenischen Küste.
© Hapag-Lloyd

Nach einem schwachen Jahresauftakt mit erheblichen operativen Belastungen habe sich das Geschäft im zweiten Quartal deutlich positiver entwickelt, teilte der Konzern mit. Transportmengen und Spotraten legten spürbar zu. Treiber waren demnach insbesondere starke Exporte aus Asien sowie eine verbesserte Nachfrage in den USA. Die positive Marktentwicklung konnte damit erhebliche Zusatzkosten von rund 600 Mio US-Dollar im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten teilweise ausgleichen.
 
Segmente entwickeln sich positiv

Im Segment Linienschifffahrt stieg der Umsatz auf 5,7 Mrd US-Dollar (4,9 Mrd Euro). Die Transportmenge erhöhte sich auf 3,5 Mio TEU nach 3,4 Mio TEU im Vorjahresquartal. Gleichzeitig legte die durchschnittliche Frachtrate um 9 % auf 1.475 US-Dollar je TEU zu. Das EBITDA sank jedoch auf 773 Mio US-Dollar, das EBIT auf 153 Mio US-Dollar. Belastend wirkten unter anderem höhere Bunker- und Versicherungskosten sowie zusätzliche Aufwendungen für Lagerung, Umleitungen und Inlandtransporte infolge der Blockade der Straße von Hormus. Das Segment Terminal & Infrastruktur setzte seinen Wachstumskurs fort. Der Umsatz stieg auf 191 Mio US-Dollar (165 Mio Euro). Das EBITDA verbesserte sich auf 55 Mio US-Dollar, das EBIT auf 21 Mio US-Dollar. „Das zweite Quartal war besser als das erste und getrieben durch deutlich höhere Spotraten und eine robuste Nachfrage“, sagte Hapag-Lloyd-CEO Rolf Habben Jansen. Das Gemini-Netzwerk habe sich als widerstandsfähig erwiesen und bei der Fahrplantreue weiterhin über dem Marktniveau gelegen Auch das Terminalgeschäft gewinne durch steigende Umschlagsmengen und Investitionen in neue Anlagen zunehmend an strategischer Bedeutung. Für das Gesamtjahr 2026 hatte Hapag-Lloyd seine Prognose bereits am 13. Juli angehoben. Sie bleibe jedoch angesichts der hohen Volatilität der Frachtraten und der geopolitischen Lage im Nahen Osten mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.