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Gereinigtes Prozesswasser als alternative Wasserquelle im Tomatenanbau eingesetzt

Im flämischen OptiWAIE-Projekt wird untersucht, welche alternativen Wasserquellen im Gewächshausanbau genutzt werden könnten, berichtet agriholland.de.

Männer überprüfen Tomaten
© ivanko80/AdobeStock

Im Rahmen dieses Projekts wurde im Forschungszentrum Agrotopia in Roeselare ein Tomatenversuch durchgeführt. Dabei wurde gereinigtes Prozesswasser aus der gemüseverarbeitenden Industrie verwendet. Es wurde in Anteilen von 10 % bis 30 % mit dem verfügbaren Bewässerungswasser gemischt.

Gereinigtes Prozesswasser aus gemüseverarbeitenden Betrieben sei oft das ganze Jahr über verfügbar. Seine Zusammensetzung entspricht nicht vollständig der von Regen- oder Oberflächenwasser. Die Zusammensetzung hänge stark vom liefernden Betrieb, der Jahreszeit und den im Betrieb verwendeten Reinigungstechniken ab. Eine Analyse des Wassers sei wichtig, um festzustellen, ob es für den Anbau geeignet sei.

Das im Versuch in Agrotopia verwendete Prozesswasser hatte einen neutralen bis leicht basischen pH-Wert. Der EC-Wert war relativ hoch, nämlich zwischen 2 und 4,5 mS pro Zentimeter. Diese erhöhte Leitfähigkeit wird hauptsächlich durch das Vorhandensein von Salzen, insbesondere Natrium und Chlor, ergänzt durch andere Nährstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen, verursacht.

Im Versuch mit gereinigtem Prozesswasser stellte sich vor allem die EC-Steuerung aufgrund des höheren Salzgehalts im Wasser als Herausforderung heraus. Das Vorhandensein von Salzen führte zu einem raschen Anstieg der Drain-EC und damit zu Salzansammlungen und Mangelerscheinungen in den Pflanzen. Dadurch stieg auch das Risiko von Nasenfäule, insbesondere zu Zeiten mit EC-Spitzenwerten. Um diese Probleme zu begrenzen, erwiesen sich niedrige Beimischungsanteile von 10 % bis 15 % als wichtig, zusammen mit der Senkung der Bewässerungs-EC und dem Verzicht auf zusätzliche salzhaltige Düngemittel in der Anbauformel.