Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde in Deutschland um 3,6 % (2024: 43,50 Euro) und damit weniger stark als im EU-Durchschnitt (+4,1 %). Für Belgien lagen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Daten vor.
Innerhalb der EU zeigen sich deutliche Unterschiede: Die höchsten Arbeitskosten je Stunde wurden 2025 in Luxemburg (56,80 Euro), Dänemark (51,70 Euro) und den Niederlanden (47,90 Euro) verzeichnet. Am niedrigsten lagen sie in Ungarn (15,20 Euro), Rumänien (13,60 Euro) und Bulgarien (12 Euro).
Die stärksten prozentualen Anstiege gab es in Bulgarien (+13,1 %), Kroatien (+11,6 %) und Polen (+10,5 %). Die geringsten Zuwächse wurden für Frankreich (+2 %), Dänemark (+3 %) und Italien (+3,2 %) gemeldet. In Malta sanken die Arbeitskosten leicht (-0,5 %).
Im Fünfjahresvergleich sind die Arbeitskosten in Deutschland in allen Wirtschaftsabschnitten gestiegen. Gegenüber 2020 betrug der Anstieg mindestens 14 %, in einigen Dienstleistungsbereichen sogar über 30 %. Insgesamt lag der Zuwachs bei 22,3 %. Im Vergleich zum EU-Durchschnitt blieb der Abstand weitgehend stabil: 2020 lagen die Arbeitskosten in Deutschland rund 30 % darüber, 2025 etwa 29 %.