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Destatis: Apfelernte 2026 bleibt deutlich unter Vorjahresniveau

Die deutschen Obstbaubetriebe erwarten im Jahr 2026 eine Apfelernte von rund 934.000 t. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach einer vorläufigen Schätzung vom Juli 2026 mitteilt, werden damit voraussichtlich 52.900 t oder 5,4 % weniger Äpfel geerntet als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre (2016 bis 2025). Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird voraussichtlich um 204.000 t bzw. 17,9 % unterschritten. 

Äpfel wachsen in einer Plantage
© FH-Magazin

Trotz der vergleichsweise niedrigen Ernteerwartung bleiben Äpfel auch 2026 das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Sie werden bundesweit auf einer Fläche von 32.700 ha angebaut. Bezogen auf die Anbaufläche wird in diesem Jahr ein durchschnittlicher Ertrag von rund 28,6 t Äpfel pro Hektar erwartet. 

Grund für die verhaltene Ernteprognose sind wiederkehrende Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Sommer 2026. Dadurch fallen viele Äpfel vorzeitig vom Baum, bleiben sehr klein oder weisen Schäden durch Sonnenbrand auf. Zudem melden einzelne Obstbaubetriebe Hagelschäden mit punktuell fast vollständigen Ernteausfällen.

Durchschnittliche Ernte in Baden-Württemberg

Die erwartete Apfelernte wird Destatis zufolge vor allem durch die bedeutendsten Anbauländer Baden-Württemberg und Niedersachsen getragen. Diese beiden Bundesländer vereinen 61,1 % der Apfelanbaufläche in Deutschland und erzeugen zwei Drittel der heimischen Äpfel (66,6 %). In Baden-Württemberg werden auf einer Fläche von 11.600 ha voraussichtlich 350.000 t Äpfel geerntet, womit die erwartete Erntemenge 0,7 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegt. In Niedersachsen wird auf einer Anbaufläche von 8.400 ha eine Apfelernte von 272.000 t erwartet, was einem Rückgang von ‑5,9 % gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt entspricht. Die erwartete Erntemenge liegt in anderen Bundesländern teilweise noch deutlicher unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre als in Niedersachsen. Eine besonders niedrige Apfelernte wird in Thüringen (‑45,1 %), Mecklenburg-Vorpommern (‑18,4 %), Bayern (‑16,4 %), Rheinland-Pfalz (‑15,8 %), Sachsen (‑13,3 %) und Hamburg (‑12,8 %) erwartet.