Deutlich wurde, dass sich die Anforderungen an neue Pflanzensorten in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt haben. Während früher der reine Ertrag unter Standardbedingungen im Vordergrund stand, ist heute die Risikominimierung durch umfassende Resistenzpakete entscheidend. Bspw. bei Kulturen wie Eissalat sind Resistenzen gegen pilzliche Erreger und Insekten aufgrund schwindender Pflanzenschutzmittelzulassungen essenziell geworden.
Parallel dazu gewinnen geschmackliche Qualität und Vielseitigkeit – etwa bei Kürbissorten – an Bedeutung, um nicht zuletzt den Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels und der Konsumenten gerecht zu werden. „Vor zehn Jahren war das Hokkaido-Segment noch relativ klein. Die Sorten wurden über die Jahre immer geschmackvoller und damit auch attraktiver für den Konsumenten“, betonte Matthias Bauer, Verkaufsleiter bei Enza Zaden Deutschland.
Zu den Neuheiten zählten neben Hokkaido-Kürbissen u.a. auch resistente Sorten bei Tomaten, Gurken oder auch Zucchini. Insgesamt zeigte Enza Zaden bei herrlichem Kaiserwetter mehr als 220 Kulturen und Sorten auf dem Demofeld.
Am Rande des Feldtags konnte das Fruchthandel Magazin ausführlich mit Matthias Bauer spechen – neben dem wachsenden Stellenwert von Resistenzen und den klimatischen Herausforderungen auch über die Frage, wie schnell die Züchtung tatsächlich darauf reagieren kann. Einen Beitrag dazu lesen Sie in Kürze im Fruchthandel Magazin.