Die Produktion von frischen Pfirsichen und Nektarinen wird voraussichtlich bei gut 209.000 t liegen. Dies entspricht einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Exporte werden auf 147.000 t geschätzt und dürften damit um 8,6 % gegenüber dem vorherigen Zeitraum steigen. Das Produktionswachstum ist vor allem auf die anhaltende Ausweitung des Nektarinensektors zurückzuführen, die den branchenweiten Rückgang der Pfirsichproduktion übertrifft. Kirschen sind gemessen an der Anbaufläche die bedeutendste Obstkultur Chiles. Für das Wirtschaftsjahr 2026/2027 prognostiziert das USDA auf Grundlage von Angaben aus der Branche eine Kirschanbaufläche von 80.000 ha. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg gegenüber den 77.766 ha im Wirtschaftsjahr 2025/2026. Nach Angaben von Branchenvertretern setzt sich die Ausweitung der Anbauflächen zwar fort, neue Pflanzungen haben sich jedoch deutlich verlangsamt. Die Branche richtet ihren Fokus zunehmend auf eine höhere Produktivität und die Erneuerung von Sorten, anstatt die Anbaufläche weiter stark auszudehnen.
Kirschproduktion auf Rekordniveau erwartet
Für das Wirtschaftsjahr 2026/2027 wird eine chilenische Kirschproduktion von 727.000 t erwartet. Dies entspricht einem Anstieg von 16 % gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2025/2026. Grundlage für dieses Wachstum sind neu in die Produktion gekommene Plantagen sowie weitestgehend normale klimatische Bedingungen. Erwartet wird, dass sich die chilenischen Kirschexporte in den kommenden Jahren auf einem historisch hohen Niveau befinden. Für das Wirtschaftsjahr 2026/2027 wird ein Exportvolumen von 667.000 t prognostiziert. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die anhaltend hohe internationale Nachfrage, insbesondere aus China. Der Anstieg dürfte zudem darauf zurückzuführen sein, dass weitere Plantagen, die zwischen 2021 und 2023 angelegt wurden, höhere Erträge erreichen. Hinzu kommen Verbesserungen beim Plantagenmanagement sowie die zunehmende Einführung leistungsfähigerer Varietäten.