Blattläuse in Salat zuverlässiger entfernen: AphidWash ergänzt industriellen Waschprozess
Der neuartige Verarbeitungshilfsstoff AphidWash unterstützt Fresh Cut- und Salatverarbeiter dabei, Blattläuse während des Waschens physisch von Salat und Blattgemüse abzulösen, so KRONEN.
Entscheidend für ein zuverlässiges Ergebnis sei das Zusammenspiel aus verbesserter Benetzung, kontrollierter Wasserbewegung, Filtration und einer abschließenden Spülung mit Trinkwasser.
Blattläuse können sich tief im Inneren von Salatköpfen, an Blattadern oder in schwer erreichbaren Blattachseln festsetzen. Ihre wasserabweisende Oberfläche erschwere zusätzlich die Benetzung mit Waschwasser. Mit AphidWash biete die KRONEN GmbH einen innovativen Verarbeitungshilfsstoff an, der die
mechanische Entfernung der Insekten im industriellen Waschprozess unterstütze.
Das auf nichtionischen Tensiden basierende Produkt reduziere die Oberflächenspannung des Waschwassers. Dadurch kann das Wasser besser zwischen Blatt und Blattlaus gelangen und deren Haftung an der Produktoberfläche schwächen. Die abgelösten Blattläuse werden anschließend mit dem Waschstrom ausgetragen und durch ein geeignetes Filtrationssystem aus dem Prozesswasser entfernt.
Herausforderung für Fresh Cut- und Salatverarbeiter
Sichtbare Blattläuse im verpackten Endprodukt können zu Beanstandungen durch den Handel, einem erhöhten manuellen Kontrollaufwand oder zur Zurückweisung von Chargen führen. Gleichzeitig schwanken Befallsgrad und Position der Blattläuse abhängig von Rohware, Salatart und Erntebedingungen. Für Verarbeiter bestehe die Aufgabe deshalb darin, auch belastete Rohware möglichst zuverlässig zu verarbeiten und eine gleichmäßige Produktqualität zu erzielen. Der Waschprozess muss die Blattläuse nicht nur vom Produkt lösen. Er muss sie auch schnell und kontinuierlich aus dem Prozesswasser entfernen, damit sie nicht erneut mit dem Salat in Kontakt kommen.
Physikalische Ablösung statt insektizider Wirkung
Die Oberfläche von Blattläusen besitze eine wachsartige, wasserabweisende Schicht. Beim Waschen mit reinem Wasser kann daher eine dünne Luftschicht am Körper der Blattlaus bestehen bleiben. Das Wasser erreiche die Oberfläche nur eingeschränkt und kann schwer zwischen Blatt und Blattlaus eindringen. AphidWash veränderte die Benetzungseigenschaften des Waschwassers. Durch die reduzierte Oberflächenspannung wird die Luftschicht durchbrochen. Das Wasser gelange besser an die Kontaktfläche, die Haftkräfte werden geschwächt und die Blattläuse können durch die Wasserbewegung vom Pflanzengewebe gelöst werden.
Der Wirkmechanismus sei rein physikalisch. AphidWash ist weder ein Pestizid noch ein Insektizid oder Desinfektionsmittel. Das Produkt töte keine Insekten und besitze keine antimikrobielle Funktion. Nach der bestimmungsgemäßen Anwendung und der Spülung mit Trinkwasser erfüllt es keine technologische
Funktion im Endprodukt.
Bis zu 85 Prozent bis 90 Prozent weniger Blattläuse
Mit AphidWash kann eine Reduzierung der Blattlauspopulation um bis zu 85 % bis 90 % erreicht werden. Diese Ergebnisse wurden bei einer Waschzeit von 30 bis 60 Sekunden, einer Prozesstemperatur von 7 °C sowie in Kombination mit Wasserfiltration und Nachspülung erzielt. Die tatsächlich erreichbare Entfernung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören z.B. die Salatart, die Stärke des Befalls, die Dosierung, Behandlungsdauer, Wassertemperatur, mechanische Waschintensität und das Anlagenlayout. Die KRONEN GmbH unterstütze Verarbeiter bei Bedarf bei der Auslegung und Erprobung eines an die jeweilige Anwendung angepassten Waschprozesses.
Dreistufiger Prozess: Waschen, Filtrieren, Nachspülen
AphidWash sei für die Anwendung im Waschtank eines geeigneten industriellen Waschsystems vorgesehen. Der Prozess sei einfach und umfasse drei aufeinander abgestimmte Schritte:
1. Waschlösung vorbereiten: AphidWash wird mit warmem, sauberem Wasser verdünnt. Die empfohlene Dosierung beträgt 0,2 bis maximal 0,5 ml pro Liter Wasser. Die konkrete Dosierung sei auf Produkt, Befallsgrad, Prozess und Produktionsanlage abzustimmen.
2. Salat waschen und Blattläuse filtrieren: Salat, Salatmischungen oder Blattgemüse werden für eine empfohlene Dauer von 30 bis 180 Sekunden behandelt. Die verbesserte Benetzung erleichtert die mechanische Ablösung. Anschließend werden die Blattläuse mit dem Waschstrom ausgetragen und aus dem Prozesswasser filtriert.
3. Mit Trinkwasser nachspülen: Eine abschließende Spülung entferne die Waschlösung und noch vorhandene gelöste Ablagerungen. Danach kann das Produkt getrocknet, gemischt, weiterverarbeitet oder verpackt werden.
Eine leistungsfähige Filtration sei ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses. Verbleiben abgelöste Blattläuse im Wasserkreislauf, können sie erneut mit dem Produkt in Kontakt kommen oder sich an anderen Blättern ablagern. AphidWash kann grundsätzlich flexibel in vielen industriellen Salat- und Gemüsewaschmaschinen eingesetzt werden. Die konkrete Maschinenausführung und Filtration sollten anhand des Produkts, des Durchsatzes und der bestehenden Linie ausgelegt werden.
Industrieller Einsatz bei Salat, Baby Leaf und Blattgemüse
Der Anwendungsschwerpunkt von AphidWash liegt auf Fresh Cut-Salat und losen Salatblättern, bspw. Eisbergsalat, Romana-Salat und Lollo Rosso.
Darüber hinaus eigne sich AphidWash für Baby-Leaf-Produkte, Salatmischungen und weiteres Blattgemüse. Neben Blattläusen können mit dem Verarbeitungshilfsstoff während des Waschprozesses auch Honigtau und damit verbundene klebrige Ablagerungen auf den Blattoberflächen leichter von der Produktoberfläche entfernt werden. AphidWash wird aus lebensmitteltauglichen Inhaltsstoffen nicht-tierischen Ursprungs hergestellt. Das Produkt ist geruchs- und geschmacksneutral und für die Verarbeitung veganer und vegetarischer Produkte geeignet. Es sei für den professionellen Einsatz in Lebensmittelverarbeitungsbetrieben vorgesehen. Optional eigne sich AphidWash in Kombination mit dem KRONEN-Filtersystem auch für eine Halal- und Koscher-Produktion.