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Bio-Kürbis: Mehr Fläche, größere Ernte – Markt unter Druck?

Der ökologische Kürbisanbau in Deutschland wächst seit Jahren. Nach dem leichten Flächenrückgang im Jahr 2024 wurde der Anbau 2025 erneut ausgeweitet. 

verschiedene Kürbisse
© L. Klauser/AdobeStock

Zugleich erreichte die Bio-Kürbisernte ein neues Rekordniveau. Die starken Produktionszuwächse führen allerdings dazu, dass der Preisdruck weiter zunahm. Auch 2026 dürfte sich die Anbaufläche nochmals vergrößert haben. 

Der Bio-Kürbisanbau in Deutschland wächst weiter. 2025 wurde die Anbaufläche nach Angaben von Destatis auf 2.207 ha ausgeweitet, das waren 9,4 % mehr als im Vorjahr. Auch die Erntemenge erreichte mit 43.329 t erneut ein Rekordniveau. Damit wächst das Angebot spürbar schneller als die Aufnahmefähigkeit des Marktes. Die Folge: Der Preisdruck auf die Erzeugerpreise hat sich weiter verschärft.

Im Mittelpunkt des Marktes steht nach wie vor Hokkaido. Er ist sowohl im konventionellen als auch im Bio-Segment die mit Abstand bedeutendste Sorte. Daneben ergänzen Butternut, Spaghetti- und Muskatkürbisse das Sortiment, spielen mengenmäßig jedoch eine deutlich kleinere Rolle.

Auch für 2026 spricht vieles für eine erneut gute Versorgung. Die Erntebedingungen waren überwiegend günstig: viel Sonne, wenig Krankheitsdruck und meist gute Qualitäten. Allerdings führte die Hitze vielerorts zu kleineren Fruchtgrößen. Regional schnitt vor allem der Norden besser ab, während der Süden und Südwesten stärker unter Trockenstress litten.

Absatzseitig wird der Markt im Oktober saisontypisch vor allem durch Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel gestützt, die die AMI wöchentlich in den AMI-Aktionspreisen im LEH betrachtet. Vor allem Bio-Hokkaido steht im Fokus, bleibt aber zugleich das preissensibelste Segment. Für die Erzeuger ist die Lage daher weiter angespannt: steigende Produktionskosten treffen auf begrenzte Auszahlungsspielräume und einen Handel, der Bio-Kürbis primär als Aktionsware einsetzt. AMI